Aufsatz 
Pilzkrankheiten doldenblütiger Gemüsepflanzen. Mit 1 Tafel und 7 Zeichnungen im Text
Entstehung
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Januar in die Mistbeete. Nur ganz ausnahmsweise werden die Samen im Freien ausgesät. Es ist dies insofern von Nachteil, als man mit der Aussaat je nach der Witterung bis Mitte, beziehungs- weise Ende März warten muß und dementsprechend das Ver- pflanzen aufs freie Land erst viel später erfolgen kann als bei den Mistbeetpflanzen. Dadurch, daß die Beete, wenigstens in gut geleiteten Betrieben, im Herbst vollständig geleert und im Früh- jahr je nach Bedarf mit frischer Komposterde gefüllt werden, ist man in der Zeit der Aussaat ganz unabhängig von der Witterung. Nur ein geringer Prozentsatz der Gärtner ver- fügt über größere Mistbeetanlagen, und so kommt es, daß die Pflanzen fast sämtlicher Kulturen aus wenigen Gärtnereien stammen. Es ist klar, daß auf diese Weise eine Verseuchung einer solchen Anlage eine weite Verbreitung der betreffenden Krankheit zur Folge haben muß. Andererseits kann jedoch dieser Umstand die Bekämpfung von Krankheiten eventuell auch erleichtern. Anfang April werden die jungen Pflanzen aus den Saatbeeten in die Pikierbeete umgepflanzt, die vorher gewöhnlich für die Zucht von Salat etc. Verwendung gefunden haben. Ende Mai oder Anfang Juni erfolgt das Auspflanzen aufs freie Land, auf dem als Vorfrucht vielfach Wintersalat gezogen wird. Häufig bleiben jedoch die Felder brach liegen, da man für eine gute Knollenentwicklung einen möglichst nährstoffreichen, un- verbrauchten Boden für nötig erachtet. Aus demselben Grunde wird auch sehr reichlich gedüngt und zwar fast nur mit Stall- dung, während künstliche Düngemittel nur selten Verwendung finden. Wichtig ist, daß Fruchtwechsel überall in ausgiebigstem Maße stattfindet. Gewöhnlich wird erst nach drei bis vier Jahren an der gleichen Stelle wieder Sellerie angebaut. Je nach der Witterung werden die Knollen Ende Oktober oder Anfang November geerntet und, ohne daß man für gewöhnlich die Blätter vorher entfernt, in den Boden eingeschlagen und vor dem Einsetzen des Frostes gut gedeckt.

Die Bodenverhältnisse unserer Gegend sind für die Kultur der Pflanze, die einen lockeren, nährstoffreichen Boden und ziemlich viel Feuchtigkeit verlangt, gut geeignet. Während in der Mainebene ein hauptsächlich Sand und Aulehme enthaltender Alluvialboden, durchsetzt mit moorigen Strecken, sich vorfindet, der durch die jahrhundertelange Bearbeitung und reichliche