Aufsatz 
Flora der Umgebung von Laubach (Oberhessen) enthaltend: Die Gefäßpflanzen nebst pflanzengeographischen Betrachtungen (mit einer Karte)
Entstehung
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tana, Cephalanthera rubra, Gymnadenia conopsea, Nardus stricta, Orchis coriophora, Orobus niger, Pteris aquilina, Thesium pratense, Trifolium spadiceum), nordöstlich von L. Er durchfliesst, im Bogen von Norden über Osten nach Süden zu, ein schmales Wiesenthal mit sumpfigen Stellen, und mündet oberhalbvon Laubach.(In der sog. Steinbach.)

1 b. Den Abfluss aus dem Tiergärtnerteich. Letzterer

ist zwanzig Minuten in nördlicher Richtung von L. entfernt. Sein oberer, sumpfiger Rand, sowie die ihm zur Rechten und Linken gelegenen Wiesengründe(Wann- und Schul- meisterswiese) liefern dem Botaniker reiche, und zum Teil seltene Ausbeute.(Botrychium lunaria, Comarum palustre, Eriophorum angustifolium, E. latifolium, Limosella aquatica, Menyanthes trifoliata, Parnassia palustris, Pedicularis pa- lustris, Pirola uniflora, Ophioglossum vulgatum.) Der dritte Zufluss soll wegen seines Wasserreichtums als besonderer Bach aufgeführt werden, es ist:

3. Die Lauter. Sie mündet unterhalb von Wetterfeld, nachdem sie, von Norden kommenqd, ein freundliches Wiesenthal, das bis zum Dörfchen Lauter sich hinzieht, durchströmt hat. Ihre Quellen liegen, von hier aus, noch drei Kilometer in nord- östlicher Richtung aufwärts. Gesamtlänge sechs Kilometer.

Zwischen der Lauter und dem Abfluss des Tiergärtnerteiches zieht in nord-östlicher Richtung ein nicht breiter, bewaldeter, kammäühnlicher Rücken(fünf Kilometer lang) mit steilem Abfali nach Süd-Osten und Nord-Westen die Einfirste genannt gleichfalls botanisch interessant.(Actäa spicata, Campanula persicifolia, Carex digitata, Gagea lutea, Hypericum tetrapterum, Polypodium vulgare.) Die Lauter bildet die Grenze von West- Nordwest- bis Norden.

Im Osten und Nord-Osten liegt der Seenbach quer vor, dessen südliche Abdachung noch in das aufgenommene Gebiet fällt, das an einigen Stellen(Freienseen, Schreinersmühle) den Bach selbst erreicht.

Innerhalb dieses Flächenraums habe ich mit meinen Schülern (aus Quarta und Tertia) seit neun Sommern alljährlich häufigere botanische Ausflüge(Exkursionen) unternommen, und die nach- stehend verzeichneten Pflanzen und Standorte gefunden.

Weitaus das meiste Material ist bei diesen Gelegenheiten von uns selber gesammelt worden, doch sind zur thunlichsten Vervollständigung der Flora auch alle grösseren Herbarien, die aus dem Gebiete Pflanzen enthalten, und mir erreichbar waren, durchsuchtworden; unter gewissenhafter Angabe der betreffenden Quelle. Von grösseren Herbarien sind vorhanden:

1. Das Solms'sche.(Im Besitz des Gymnasiums.) Es enthält Pflanzen, die gesammelt sind, teils von Sr. Erlaucht dem