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Zur
Flora der Umgebung von Laubach.
(Die Flora, für sich allein, erscheint als Beigabe zu dem Osterprogramm 1887 des Gymnasium Fridericianum zu Solms-Laubach.) Vorbemerkung. Nachstehendes Pflanzen- und Standortsverzeichnis erstreckt sich über einen Flächenraum von etwa einer Quadratmeile, mit der Stadt Laubach als Mittelpunkt. Der Bezirk liegt in der süd-
westlichen Abdachung des Vogelsberges, von 150 m bis zu 450 m
Meereshöhe ansteigend; er ist gänzlich von Basalt, oder den
Zersetzungsprodukten desselben überlagert, so dass in geognos-
tischer Beziehung und hinsichtlich der chemischen Beschaffen-
heit des Bodens nur äusserst geringe Unterschiede vorhanden sind. Zwei Drittel der Gesamtfläche sind von Wald bedeckt, ein
Viertel steht unter dem Pfluge, der Rest ist Wiesenland. In dem
Waldbestand herrscht die Rotbuche vor(85 bis 90 Prozent).
Die Eiche, die Kiefer und die Fichte finden sich nur in kleineren
Schlägen, oder vereinzelt, die letztgenannte ist häufig zur Rand-
einfassung des Waldes verwertet.(Abschluss und Schutz des
Waldes gegen Wind.)
Drei wasserreiche Bäche durchströmen das Gebiet:
1. Die Horloff. Von dem Wenzelskopf und Halgarten(in der Nähe ihrer Quelle) bis unterhalb von Ruppertsburg(Henrietten- hof) mit einer Länge von zwölf Kilometern. Ihr Lauf bildet die Grenze im Süd-Osten und Süden, nur zwischen der Horloffsmühle und Ruppertsburg wird die Horloff in der Richtung nach Süden überschritten.
2. Die Wetter. Von dem Hessenbrücker Hammer an aufwärts über Wetterfeld, Laubach, durch die Steinbach, zumWetterauer- grund bis Sorgenlos, dem nördlichen Nachbar des Wenzels- grundes. Länge etwa zwölf Kilometer. Die Wetter empfängt drei stärkere Zuflüsse.
a. Den Schellenbach. Seine Quellen liegen in der botanisch reichen, zum Teil sumpfigen„Zwillingsseife“(Arnica mon-


