Aufsatz 
Über die Abhängigkeit der magnetischen Hysteresis : der Magnetisierbarkeit und des elektrischen Leitungsvermögens des Eisens und des Nickels von der Temperatur / von Wilhelm Kunz
Entstehung
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Erhitzen der Platinspirale kann durch Benutzung eines einfachen Umschalters V nach Belieben von der Wechselstrommaschine II oder von der großen Akkumulatorenbatterie 4 erhalten werden. N ist die die Wechselstrommaschine erregende Nebenschlußmaschine, 7 der Trans- formator zur Umwandlung des hochgespannten Wechselstromes in starken Strom von niederer Spannung, Ri sind Rheostaten zur Regulierung, D das Dynamometer zur Messung des Er- hitzungsstromes. F ist der aufrecht gezeichnete Flüssigkeitsnebenschluß, C der rasch wirkende Stromwender, S sind einfache Stromschlüssel zur besonderen Sicherung. Das Daniellelement E liefert den Strom zur Kompensation der Wirkung der Vertikalkomponente des Erdmagnetismus; X ist der zugehörige Stöpselrheostat; O ist das Magnetometer, Gi das DEPREZ D'ARSONVAL'Sche Galvanometer, H der Wasserstoffentwickelungsapparat, L die Kühlwasserzuleitung.

D. Berechnung der Versuchsresultate.

Die Feldstärke im Mittelpunkt des Solenoids wurde aus den beobachteten Stromstärken des Magnetisierungsstromes berechnet nach der Gleichung

H= 10/(c, 9. 8),

wo i die Stromstärke in amp, die Windungszahl, l die Diagonale des Solenoids darstellt, für welche, da bei langen Solenoiden statt der Diagonale die Länge eingeführt werden kann, diese letztere gesetzt wurde. Für 1 amp ist bei Hintereinanderschaltung sämtlicher Windungen

II= 54,92(c, g. 5), bei Hintereinanderschaltung der Windungen I- VII

1I= 48,11(c, g,§).

Die Intensität der Magnetisierung J wird bei Anwendung der»Einpolmethode« ¹) leicht auf folgende Weise gefunden:

Auf den durch den magnetisierten Draht mit den Polen Pp um den+ a aus der Ruhelage abgelenkten Magnet des Magnetometers O wirken zwei Kräfte: Die Horizontal- komponente 2i des Erdmagnetismus und die ablenkende Kraft Fi, herrührend vom magnetisierten Draht und zwar hauptsächlich vom oberen Pol P. Für die neue Lage ist Gleichgewicht vorhanden, wenn

Fo= Fuilg« ist.

Fi wurde direkt ermittelt?)= 0,194. Fassen wir J als Polstärke pro qcm Endfläche

auf, und ist a der Radius des cylindrischen Drahtes, dann ist:

2 2 2.N3 Ae T2rI en Teh. Ae u 2aeſ-) F th,

71 2 e r 1 7 0 11 wobei r und r die Abstände des oberen bezw. unteren Poles vom Magnetometer sind.

r war bei den Hysteresisversuchen und bei den Versuchen über das Verhalten von Eisen bei hohen Temperaturen in stärkeren Feldern= 40,70 cm; die Pole lagen je 1,00 cm von den Enden der Drähte entfernt; daher war r= 55,68 cm; der Abstand der in mm geteilten Skala vom Magnetometer betrug 2810 mm und sonach 9a für einen Skalenteil

1.. 2.2810) und der Wert von J, dem eine Ablenkung des Magnetometermagnets um einen Skalenteil entspricht, ist:

und hieraus ist

¹) EwixG, Electrician, XXIV, Febr. 1890. ²) KonHLRAusScI, Leitf. d. prakt. Phys., 1892, p. 323.