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Um nun den remanenten Magnetismus aus dem Probedrahte zu entfernen, ist es nur nötig, einen Strom durch die Magnetisierungsspule zu schicken von der Intensität, wie sie der stärkste Strom hatte, dem der Draht unterworfen war, dann den Kommutator zu drehen und die bewegliche Zinkscheibe b langsam in die Höhe zu ziehen bis zur Berührung mit a.
Soll der Draht vollständig unmagnetisch werden, dann muß die Wirkung der Vertikalkompo- nente des Erdmagnetismus, von welcher der Draht in seiner senk- rechten Stellung beeinflußt wird, kompensiert werden. Dies geschah mit dem durch die Windung Nr. VIII des Solenoides fließenden Strom eines Daniellelements, des- sen Stürke durch Einschaltung eines Widerstandskastens reguliert werden konnte; die erforderliche Strom- stärke ist dann die richtige, wenn der Draht, nach vorstehend be- schricbener Methode behandelt, voll- stäindig unmagnetisch wird, was sich aus der wiedereingetretenen Auhelage des Magnetometers ergibt.
Ich habe übrigens gleich am Anfang meiner Untersuchungen ge- funden und durch die späteren
Fig. 2. Veröffentlichungen von STEINMETZ, wie schon erwähnt, bestätigt gesehen, daß die Hysteresis nur von der Differenz der Grenz- werte der Induktion, nicht aber von den absoluten Werten derselben abhängig ist. Es ist also für Hysteresisversuche nicht nötig, die Probestücke zu entmagnetisieren und die Wirkung des Erdmagnetismus zu kompensieren; die Hysteresisflächen haben denselben Inhalt, einerlei ob der untersuchte Draht remanenten Magnetismus besitzt oder nicht; nur ist die Gestalt der Flächen im ersten Fall nicht symmetrisch in Bezug auf die Achsen des der graphischen Dar- stellung zu Grunde liegenden Koordinatensystems.
Bei Ermittelung der Abhängigkeit der Magnetisierung von der Temperatur unter Ver- wendung schwacher Felder ist es jedoch erforderlich, daß ein Draht unmagnetisch und die Vertikalkomponente des Erdmagnetismus kompensiert ist. Die Entmagnetisierungsvorrichtung blieb bei den Versuchen ein für allemal eingeschaltet und zwar, wie Fig. 2 zeigt, so, daß ein Umschalten zu ihrem Gebrauche nicht erforderlich war; sie konnte nach Oeffnen der Poggendorff schen Wippe P direkt in Thätigkeit gesetzt werden. Zur besonderen Sicherung waren sowohl in die Stromzuleitung zum Entmagnetisierungsapparat, wie in die Ableitung zur Spule noch Schlüssel(S, S) gelegt in Gestalt gewöhnlicher Kommutatoren.
C. Die Versuchsanordnung.
Die Versuchsanordnung wird aus Fig. 2 klar.
Die Akkumulatorenbatterie 4 liefert den durch das Torsionsgalvanometer G gemessenen, durch die Rheostaten R regulierten Magnetisierungsstrom zur Poggendorfl'schen Wippe P, von da zur Kompensationsspule K und weiter zur Magnetisierungsspule M. Der Strom zum


