Aufsatz 
Über die Abhängigkeit der magnetischen Hysteresis : der Magnetisierbarkeit und des elektrischen Leitungsvermögens des Eisens und des Nickels von der Temperatur / von Wilhelm Kunz
Entstehung
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F 40,70²0,194 2 3.,14159.0,0025.0,61.2.2810

Durch Multiplikation dieses Wertes mit den Ablenkungen in mm wurden die den jeweiligen magnetisierenden Kräften entsprechenden Werte von J, durch Multiplikation mit 4 l die metallischen Induktionen B und durch Addition der H die totalen Induktionen B berechnet.

Die mir für die außerordentlich zeitraubenden Beobachtungen zugemessene Zeit war eine beschränkte; deshalb mußten dieselben rasch hintereinander angestellt und auf eine sofortige Berechnung der Versuchsresultate verzichtet werden. Um jedoch ein Urteil über den Ausfall der Versuche zu haben, wurden die Ergebnisse immer gleich graphisch dargestellt, und zwar wurden die Stromstärken als Abscissen, die Magnetometerausschläge als Ordinaten auf Milli- meterpapier aufgetragen.

Aendert man den gewählten Maßstab derart, daß man die Länge in em, die ein amp darstellt, durch den Wert 54,92(= I für ein amp), die Länge in em, die den größten Magnetometerausschlag darstellt, durch 11,933 24 bezw. bei Stahl durch 11,933.23(= Maximal- intensität der Magnetisierung) dividiert, so stellen die Schleifen die Beziehungen von H und für einen Kreisprozeß dar.

Liest man aber für die Werte von J den 12,57-(= 4 xffachen Wert aus den graphischen Darstellungen, so zeigen die Kurven die Beziehungen zwischen H und B.

Damit die Fläche der Schleife gleich die verbrauchte Energie in Erg pro cem und Kreis- prozeß angibt, ist es vorteilhaft, die zweite Annahme zu Grunde zu legen; als Maßeinheit für die Fläche ist dann ein Rechteck anzuwenden von den Seiten H= 1 und J= 1 in absolutem Maße.

So ist, um irgend ein Beispiel herauszugreifen, für den Puddeleisendraht IV a, Fig. 3 A, Tab. 22, die mittlere Stärke des Magnetisierungsstromes, bei welcher die maximale Induktion B= 3590 erreicht wurde,= 0,11395 amp, dargestellt im Maßstab 1 amp= 50 cm. Die Einheit für H ist dann 50: 54,92. Der Maximalausschlag 24 am Magnetometer ist in der Figur = 4,8 cm. also die Einheit für J= 4,8:(11,933. 24). Das Einheitsrechteck ist sonach

50.4,8 2 *= F.2.11,383.34 0.,01523 qem.

Mit diesem ist die Hysteresisfläche zu messen, um den Energieverlust in Erg pro cem

und Cyklus zu erhalten; also 47,4 qcm: 0,01528 qcm= 3100 Erg.

Die Inhalte der Schleifen sind mit einem sorgfältig geaichten Polarplanimeter bestimmt

worden; die angegebenen Zahlenwerte sind Mittel aus mindestens drei Umfahrungen.

= 11,933.

E. Resultate.

1. Eisen und Stahl.

Ich gehe nunmehr dazu über, die Versuchsresultate im einzelnen mitzuteilen und zwar gebe ich zunächst für die Maximalinduktion B= 3590 für jede der untersuchten Eisen- und Stahlsorten die Resultate nur einer Beobachtungsreihe als Tabelle, da alle Reihen zu denselben Ergebnissen führten, nämlich zu für eine bestimmte Temperatur fast gleichen Hysteresisflächen, selbst bei etwas verschiedener Gestalt, die durch Unterlassen des Entmagnetisierens und Kompensierens der Vertikalkomponente bedingt ist. Von den zahlreichen graphischen Dar- stellungen der Hysteresisflächen, wie sie für jede Beobachtungsreihe bei den verschiedenen Materialien aufgezeichnet werden mußten, um aus den Flächen der entstandenen Schleifen die Energieverluste ermitteln zu können, habe ich, da der Verlauf bei allen Materialien ein ähnlicher ist, nur eine einzige Reihe IVa für Puddeleisendraht auf beigehefteter Tafel, Fig 3, 4 H, gegeben. Jede einem Cyklus entsprechende Fläche ist mit einem besonderen Buchstaben bezeichnet; die über diesem stehende Zahl gibt die Temperatur an, bei welcher der Cyklus durchlaufen wurde, die darunterstehende Zahl den Inhalt der Fläche in qcm. Der Raumersparnis halber