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einander vier Reihen von Kreisprozessen bei gleicher maximaler Induktion und den oben- angeführten Temperaturen unterworfen.
Mit Nickel wurden für B= 3590 drei Reihen von Kreisprozessen bei vier verschiedenen Temperaturen beobachtet, nämlich bei 20⁰°, 86°, 188°und 288⁰. Bei etwas höherer Temperatur zeigten sich Unregelmäßigkeiten.
Bei manchen Eisensorten verging nach einer Aenderung der magnetisierenden Kraft einige Zeit, bis der entsprechende volle Magnetismus sich eingestellt hatte, eine Erscheinung, die auch von EwiXG ¹) beobachtet und als»Kriechen« des Skalenbildes bezeichnet wurde. Eisen nimmt. sonach, wie auch Lord RAVLEIGN ²) angibt, einen neuen magnetischen Zustand nicht immer momentan an.
5. Das Magnetometer.
Das benutzte Magnetometer war ein sehr empfindliches Spiegelmagnetometer mit kleinem, mit Luft- und Kupferdämpfung versehenem Magnet, der an einem sehr dünnen Coconfaden von nicht in Betracht kommender Torsionskraft aufgehängt war. Die Beobachtung geschah mit Fernrohr; der Skalenabstand vom Spiegel betrug 281,0 cm. Sehr störend war der Umstand, daß der Versuchsraum in der Nähe einer Fahrstraße lag. Während des Vorüberfahrens von Wagen konnte wegen der hierdurch hervorgerufenen Magnetometerschwankungen nicht beobachtet
werden. 6. Das Galvanometer zur Messung des Magnetisierungsstromes.
Die Stärke des Magnetisierungsstromes wurde mit einem Torsionsgalvanometer von SIEMENS gemessen. Schwache Ströme gingen direkt durch das Galvanometer; für stärkere Ströme lag
1 es im Nebenschluß zu 0,955, 9 oder 0,01. Diese Widerstände waren aus Konstantanblech
gebildet, dessen Temperaturkoöfficient= 0 ist. Das Instrument wurde wiederholt mit dem Silber- und Kupfervoltameter, sowie durch Vergleichung mit dem Normalinstrument des Institutes geaicht.
7. Die Magnetisierungsspule.
Der 3 mm dicke, doppelt baumwollumsponnene und gefirnißte Kupferdraht des Solenoids ist auf ein Vulkanfiberrohr gewunden. Die Länge der Spule betrug 60 cm, der innere Durch- messer des Rohres 4, der äußere Durchmesser der Spule 16 cm. Das Solenoid besteht aus 16 Drahtlagen(8 Gruppen von je 2 Lagen), welche folgende Daten haben:
Tabelle 2. Nr. Windungszahl. Gewicht in kg. Länge inm. Widerstand in 9.
Abteil. I 164+ 165 3,950 60,6 0,160 „ II 166+ 166 4,700 72,2 0,193 » III 165+ 162 5,500 84,5 0,222 „ IV 161+ 163 6,450 99,0 0,252 „ V 164+ 164 7,200 110,5 0,286 »„ VI 163+ 166 8,000 122,9 0,317 » VII 164+ 164 9,000 141,0 0,334 » VIII 161+ 164 10,050 153,0 0,36 Zusammen 2622 54,850 843,7 2,127.
¹) Ewixd, p. 56. ²) Phil. Mag., März 1887.


