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Die Tabelle V, pag. 105 in Ewrxos bereits angeführtem Werk zeigt, daß die Hysteresis nur von der Induktion, nicht von der magnetisierenden Kraft abhängt. Die Hysteresis nimmt rascher zu als die Induktion, aber langsamer als das Quadrat der Induktion.
(Schon WARBURG bemerkt, daß die Magnetisierungsarbeit nicht dem Quadrat des erregten Moments proportional ist.)
STEINMETZ findet nun, daß der Verlust durch Hysteresis proportional ist der 1, 6ten Potenz der maximalen Induktion:
§H= ⸗B!, Erg pro Cyklus und cem; ist eine Materialkonstante.
Im Aufsatz»Das Gesetz der magnetischen Hysteresis und verwandte Phänomene des magnetischen Kreislaufs«l¹) weist SrEINXMETZ nach, daß der Energieverlust durch Hysteresis nur von der Differenz der Grenzwerte der magnetischen Induktion abhängig ist, nicht aber von deren absoluten Werten, so daß die Hysteresis dieselbe pleibt, solange die Amplitude des magnetischen Kreisprozesses dieselbe ist.
Er stellt deshalb für sein Gesetz die allgemeinere Form auf:
BI— B, H= 7(22]„ wo Bui und Be die Grenzwerte der magnetischen Induktion sind.
In den Schlußfolgerungen bemerkt SrEINXMETZ2), daß die durch molekulare Reibung im Eisen verzehrte Energie nur dann durch die Fläche der schleifenförmigen Kurve der Hysteresis ropräsentiert wird, wenn während der ganzen magnetischen Variation weder Arbeit von irgend einer anderen Energiequelle auf den magnetischen Kreislauf ausgeübt, noch vom oder im magne- tischen Kreislauf Arbeit geleistet worden ist.
Er weist nach, daß beim Verschwinden von Hysteresis infolge von Erschütterungen des magnetisierten Körpers die von der molekularen Reibung verzehrte Energie nicht allein von der magnetisierenden Kraft, sondern auch von der Energie der Erschütterungen geliefert worden ist.
B. Beobachtungsmethoden und Apparate.
1. Die Temperaturmessung.
Zur Ermittelung der Temperatur der untersuchten Eisendrähte wurden Thermoelemente benutzt. Nach LE CHATEIIER3) gestattet das Element aus reinem Platin und Platin mit 10% Rhodium, Temperaturen von 300 bis 1200 ⁰°C mit einer Annäherung von ungefähr 10 zu messen; dieselbe Annäherung gestattet ein Platin-Platiniridiumelement. Ich entschied mich für Elemente aus Pt-PtRh, zu welchen die Drähte von W. C. HERæus in Hanau bezogen wurden. Die zu erwärmende Verbindungsstelle beider Drähte wurde durch festes Umeinander- drillen derselben auf ca. 1,5 cm Länge gebildet und auf die weiter unten beschriebene Art an die Versuchsdrähte gebracht. Es wurden durchweg zwei solcher Elemente verwendet, deren freie Enden wohl isoliert an einen Quecksilberkommutator geführt wurden, vermittelst dessen jedes Element sofort mit einem DEPREZ-D'ARSONVAL-Galvanometer von etwa 200 Ohm Wider- stand in Verbindung gebracht werden konnte. Das DPREZ.D'ARSONVAL’Sche Spiegelgalvano- meter ist ganz besonders für die pyrometrischen Zwecke geeignet wegen seiner Unabhängigkeit, vom äußeren magnetischen Feld, seiner großen Empfindlichkeit und seiner starken Dämpfung.— Die Temperatur der äußeren Verbindungsstellen am Kommutator und am Galvanometer war immer nahezu dieselbe— ca. 20⁰ C—, nämlich die des von den Temperaturänderungen im Freien ziemlich unabhängigen Souterrainraumes, in welchem die Versuche angestellt wurden.
¹) Elektrot. Zeitschr., 1892, Heft 39, p. 519. ²) Elektrot. Zeitschr., 1892, Heft 45, p. 599. ³) La Lumière El., XXIV, p. 71, 1887.— BAkRus, Messung hoher Temp., 1892, Leipzig, J. A. BARTI.


