Aufsatz 
Experimentelle magnetische Untersuchungen / von L. Külp
Entstehung
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Berücksichtigt man die letzte Verticalspalte der Tabelle F, so ergibt sich der Schluss:

Die unipolare Tragkraft bei kurzen Transversalmagneten derselben Stahlhärte ist annähernd ¼ oder 25% der bipolaren Tragkraft.

Doch bleiben Abweichungen von diesem Schlusse, wie auch Tabelle F zeigt, nicht ausgeschlossen, welche wohl in der Ungleichartigkeit der Stahlsorte und in der nicht richtigen Magnetisirung ihren Grund haben. Auch haben bei einer nicht egalen Magnetisirung, die beiden Pole keine gleiche uni- polare Tragkraft. Die Anker, welche bei diesen Versuchen gebraucht wurden, waren in der Mitte ausgeschnitten.

5) Hufeisenmagnete.

Um die letzten Versuche auch auf Hufeisenmagnete auszudehnen, so stellte ich zu diesem Behufe mit zwei stahlharten Hufeisenmagneten M und N die betreffenden Untersuchungen gleichfalls an. Nachdem die Traglamellen durch einen Electromagneten gesättigt waren, unter Zuziehung der magnetischen Sättigungsmethode für kurze Magnetstäbe, wurden vorerst ihre bipolaren Tragkräfte bestimmt, alsdann wurden dieselben nach dem Abfalle des Ankers von Neuem gesättigt und nun die unipolaren Tragkräfte ermittelt. In dem folgenden kleinen Täfelchen G sind die Resultate zu finden, und in der letzten Spalte sind wieder die unipolaren Tragkräfte in Procenten der bipolaren Tragkräfte ausgedrückt worden.

Tab. G. He ej..:. Unipolare Trag- ezeichnung Bipolare Unipolare kraft in Procenten der Tragkräfte Tragkräfte der bi plasn, Hufeisenlamellen. in gr. in gr. TTraqkratt. M 1777 430 24 N 2192 580 26

Betrachtet man hier die letzte Verticalspalte, so folgt der Schluss:

Die unipolaren Tragkräfte von Traglamellen in Hufeisenform derselben Stahl- sorte(stahlhart) sind annähernd 4 oder 25% der bipolaren Tragkräfte.

Findet auch hier keine gleichartige Magnetisirung zält. so sind die unipolaren Tragkräfte der einzelnen Pole nicht gleich.

d) Die bipolaren und unipolaren Tragkräfte der Magnete nach dem ersten Abfalle der Anker.

.) Bipolare Tragkräfte. 1) Kurze Transversalmagnete.

Bei der Darstellung künstlicher Magnete hängt die Tragkraft Wirkung nach Aussen der erzeugten Magnete wie bekannt: 1. von der Intensität des Streichmagneten, 2. von der Quantität und 3. von der Qualität der Materie ab.