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Aus Tabelle O geht hervor, dass sämmtliche unipolare magnetische Intensitäten bei der zweiten Messung schwächer waren, man hat die Schlüsse:
1) Werden lange Stäbe aus weichem Stahle(4A, B, C und D) magnetisirt, so er- reichen ihre Intensitäten eine bestimmte Grenze(die primären Sättigungs- zustände), besagte Intensitäten behalten jedoch die Stäbe nicht bei, sondern nehmen in kurzer Zeit bis zu 29%(nahezu ein Drittel) erwähnter Intensi- täten ab und erreichen eine schwächere magnetische Intensität(die secun- dären Sättigungszustände).
2) Die secundären Sättigungszustände liegen stets tiefer, als die primären.
3) Der Eintritt des secundären Sättigungszustandes erfolgt in kurzer Zeit.
4) Die secundären Sättigungszustände behalten die Stäbe einige Zeit hin-
durch bei.
5) Bei harten Stahlstäben(E, F etc.) fallen beide Sättigungszustände entweder — wie bei Stab E— beinahe zusammen, oder grenzen doch sehr nahe an- einander.
Auch stellte ich ähnliche Versuche mit kurzen Transversalmagneten an, und kam zu nach- stehendem Schlusse:
6) Bei kurzen stahlharten Magneten fallen auch beide Sättigungszustände zu- sammen, d. h. die Intensitäten, welche dem ersten Sättigungszustande zu- kommen, behalten diese kurzen Stäbe einige Zeit bei.
Die geringen Unterschiede in den magnetischen Intensitäten, welche bei harten und langen Stäben aufgefunden wurden, können nur in der mehr oder weniger vollkommenen Darstellungsweise solcher Stäbe zu suchen sein, da das gleichmässige Härten solcher Stäbe ungleich schwieriger ist, als es bei kurzen Stäben der Fall sein wird.
Die beiden eben erwähnten Sättigungszustände wären sonach nur bei den weicheren Stahlsorten zu unterscheiden.


