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Konſiſtorium in ſeinem Aufruf(und Hufnagel in ſeiner Schrift) einen ſolchen Zweck ebenſo unumwunden in Abrede geſtellt, wie die entgegengeſetzte Annahme, daß die Schule „eine Schule für alle ohne Unterſchied“ ſein könne und wolle.— Sollte aber die Hülfe der Bürger für eine gemein⸗ nützige Anſtalt gewonnen werden, ſo hätte man denken ſollen, daß der Patriotismus, der am Werke, zu dem er Geld ſteuert, auch geiſtig zu ſchaffen wünſcht, ſich wenig bereitwillig finden würde, Opfer für eine Schule zu bringen, die bereits vom Staate organiſirt war und für deren Fortführung man nur Geld forderte, ohne anderes Gegenrecht, als daß die den Bürgern zugemuthete Steuer auch von Bürgern einkaſſirt werden ſollte..
In der That aber ſcheinen ſolche Bedenken faſt überall vor der Macht des Vertrauens gewichen zu ſein, in deſſen Beſitze die Behörde war. Und gewiß iſt, daß das Kon⸗ ſiſtorium durch den Erfolg der Sammlung einen ebenſo ſchönen Triumph feierte, als der Patriotismus der Bürger ſelbſt. Unter ſolchen Geſichtspunkten betrachtet, gewinnt die Sammlung einen erhöhten Werth.
Kaum aber war das Werk des Friedens gegründet, ſo brach das Kriegsdrangſal von neuem über die Stadt herein. Am 18. Januar 1806 wurde ſie von Augereau beſetzt, abermals um 4 Millionen Franken gebrandſchatzt;— und bald drohte der Sturm, unter dem das 1000 jährige deutſche Reich zuſammenbrach, auch der reichsſtädtiſchen Freiheit den Untergang. Und dennoch blieb der Muth ungebrochen, der mitten im allgemeinen Umſturz des Gemeinweſens treu aus⸗ harrend an der kleinen Schule fortbaute, in der ein glück⸗ licheres Geſchlecht für eine beſſere Zeit erzogen werden ſollte.
Günderrode, der in Paris für die Freiheit ſeiner Vaterſtadt kämpfte, wirkte ſelbſt von dorther für ſeine liebe Muſterſchule. In wiederholten Briefen an Hufnagel giebt
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