Aufsatz 
Beiträge zur Geschichte der Musterschule
Entstehung
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und friſchen Leben der Anſtalt ergriffen, im elterlichen Hauſe Propaganda für ihre liebe Schule gemacht, Klitſcher ſeine flammendenWorte über Errichtung einer Bürgerſchule ausgeſtreut hatte und endlichder Entſcheidungstag einen entſchiedenen Triumph gebracht hatte, erſt im Oktober 1804 holte das Konſiſtorium bei Hohem Senat die Genehmigung ein, Beiträge zu dem Schulfond ſammeln zu dürfen, und am 3. November erſchienauf ausdrückliche Aufforderung Eines Hochlöblichen Konſiſtoriums und in ſeinem Namen die unten erwähnte Hufnagel'ſche Schrift,*) in der mit eindringenden Worten zur Sammlung einesBürger⸗ kapitals zum Beſten der Muſterſchule aufgefordert wurde. Mit dieſem Tage, dem Erntefeſt, ſollte die Sammlung be⸗ ginnen. Hufnagel predigte uͤber die Verbindlichkeit,Gott für ſeinen Ernteſegen mit Beiträgen zur Förderung deſſen, was uns und andern unentbehrlich iſt, zu danken, und ließ auch dieſe Predigt zum Beſten der Muͤſterſchule drucken.

Aber die angekündigte Sammlung unterblieb.

Ein ſchweres Mißgeſchick war inzwiſchen über die junge Schule hereingebrochen. Klitſcher, der Feuerkopf, auf den allein das Schickſal der Anſtalt geſtellt zu ſein ſchien und der nur eben erſt, in ſeiner Rede zur Eröffnung der Prüfung, mitſchonungsloſer Offenheit über ſich und überVer⸗ irrungen ſeiner heißblütigen Natur geſprochen, hatte ſich in eine Menge von Geſchäften zerſplittert, hielt Sonntags religiöſe Vorträge in der Schule, des Abends Fortbildungs⸗ unterricht und ſuchte nun auch unter Matthiäs, Moſche's,

*)Von der Nothwendigkeit guter Erziehungsanſtalten, von dem Beginnen unſerer Muſterſchule und von dem Segen aus einem Bürgerkapital für die Bildung unſerer Jugend zu guten Bürgern. Ein Wort an das Herz unſerer geliebten und verehrten Mitbürger auf ausdrückliche Aufforderung Eines Hochlöblichen Konſiſtoriums und in ſeinem Nahmen, v. W. F. Hufnagel.