umfaſſendſter Anwendung ins reale Leben umzuſetzen vermag.— Daher darf und muß man es darauf wagen, daß eine in freier Arbeit gewonnene Bildung in die Beſon⸗ derheit des künftigen Geſchäftes ſich finden und hier ſich verwerthen werde.
Auch die Frage, inwieweit die Schularbeit des Knaben außerhalb der Schule eine Unter⸗ ſtützung finden ſoll, bedarf hier einer Erwägung.— Es ſollen die Verdienſte einer ſolchen Unterſtützung, wie ſie die Sorgſamkeit des elterlichen Hauſes durch Aufſicht und Nachhülfe zu leiſten pflegt, nicht verkannt und aus⸗ drücklich in ſolchen Fällen geprieſen werden, in denen die eigene Kraft eines Schülers einer der Geſammtheit auf⸗ gegebenen Arbeit wirklich nicht gewachſen iſt. Aber es muß auch geſagt werden, daß die Arbeit, welche die Schule von der häuslichen Thätigkeit fordert, dem Schüler ſchon in der Schule zurechtgelegt und ausdrücklich in der Abſicht gegeben wird, daß er daran ſeine eigene Kraft übe. Nichts iſt ſchlimmer, als wenn die Schularbeit nur als ein Geſchäft angeſehen wird, das eben abgethan werden muß, gleichviel ob durch den Schüler oder durch einen Anderen; und nichts erſchlafft den Schüler mehr, als eine ſtete Bereitwilligkeit der häuslichen Nachhülfe, ihm das noch einmal zu geben und zu lehren, was er ſchon durch Aufmerken in der Schule hätte lernen können und müſſen. Man darf nie vergeſſen, daß die Nachhülfe nur die Krücken bietet für den, der frei gehen ſollte, und daß ſie ſtets dahin ſtreben ſollte, dem Schüler dieſe Krücken entbehrlich, d. h. ihn zu ſelbſtändiger Arbeit geſchickt zu machen.— Die beſte und die nicht genug zu preiſende Nachhülfe findet aber da ſtatt, wo Vater und Mutter nicht nur mit dem Knaben leben, ſondern auch mit ihm lernen, d. h. durch


