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Dann noch lieb, mich lockt weit mehr die unendliche Fläche.
Aber sobald aufbrauset der dunkele Schlund, und die Wasser Schäumend empor sich wölben, und laut aufbrüllen die Wogen:
Richt' ich den Blick auf Ufer und Bäume, ich fliehe die Salzfluth, Und es ist traut mir das Land, es behagt mir die schattige Waldung, Wo in dem Brausen des Sturms noch lieblich die Pinie aufrauscht. Elend lebt doch der Fischer, fürwahr, dem die Barke das Haus ist, Der auf der See sich müht und auf Fische die trüg'rische Jagd macht! Mir ist erquickend der Schlaf in dem Schatten der dichten Platane, Lieb aus der Nähe zu lauschen dem Plätschern der rieselnden Quelle,
Die hinrauschend erquickt, nicht Schrecken bereitet dem Landmann.
Tibullus.
I, 1. Genügsamkeit.) Mag sich ein Anderer häufen den Reichthum blinkenden Goldes,
Mag er ein weites Gebiet nennen das eigene Gut, Den der beständige Kampf in der Nähe des Feindes erschrecket, Dem die Trompete des Kriegs schmetternd den Schlummer verscheucht. Mich soll dürftige Habe zur Ruhe des Lebens geleiten, Leuchtet beständige Gluth nur auf dem eigenen Herd. Selber als Landmann pflanz' ich zu richtiger Zeit mir die Reben, Und mit verständiger Hand pfropf' ich das edlere Obst. Täusche die Hoffnung nicht! stets bringe sie Fülle der Prüchte, Bringe von duftendem Most schäumende Kufen mir dar. Denn ist mit Kränzen geschmückt ein bewachsener Stein an dem Kreuzweg, Einsam ein Stamm auf dem Feld, weil' ich verehrend daselbst. Und von dem sämmtlichen Obst, so das kehrende Jahr mir bescheeret, Bring' ich dem ländlichen Gott freudig ein Opfergeschenk. Goldene Ceres, ein Kranz aus Achren von unserem Felde
Sei zum Schmucke der Thür deiner Kapelle geweiht,
*) Die Ueberschriften sind Voss entnommen.


