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tungen zum Schreibmaterial präpariren ließ. Solche Häute wurden nach der Stadt Pergamus, wo ihre Zubereitung erfunden worden iſt, Pergament genannt; 9. ſeit dem 8. Jahrh. n. Ch. auf Baumwollen⸗ papier, und 10. von Anfang des 14. Jahrh. auf Leinen⸗ oder Lumpenpapier, welches die Chi⸗ neſen erfunden haben, und das ſich von ihrem Lande nach dem Orient und endlich nach Europa verbreitet hat. In Deutſchland mag die Schreibkunſt auf Papier erſt 1470 bekannt geworden ſeyn, in Grenzländern dagegen einige Jahre früher oder ſpäter.
Die Inſtrumente, deren man ſich zum Schreiben bediente, waren zu jeder Zeit den Maſſen, auf welche man ſchrieb, angemeſſen. Waren dieſe von Stein, Metall oder Holz, ſo mußten nothwendig auch die Schreibinſtrumente von der Qualität und Geſtalt derjenigen ſeyn, deren ſich jetzt die Kupfer⸗ ſtecher bedienen. Als man auf mit flüſſigem Wachs überzogene, kleine hölzerne Tafeln zu ſchreiben an⸗ fing, bediente man ſich einer Art metallener oder knöcherner und elfenbeinerner Griffel, welche an einem Ende ſehr ſcharf zugeſpitzt waren, damit man in das Wachs ſchreiben konnte, dagegen war das entgegen⸗ geſetzte Ende breit und glatt, um das, was man falſch geſchrieben hatte, wieder wegſtreichen zu können. Sobald man von weichen Subſtanzen, wie Baumrinde, Schilf, abgezogenen Schalen, Baſt, Palm⸗, Malven⸗ und Olivenblättern, ſowie präparirten Thierhäuten und Papier zum Schreiben Gebrauch machte, bediente man ſich des ſchwachen Rohres, wie jetzt noch in der Türkei, in Perſien und China mit kleinen, indiſchen Rohrſtückchen geſchrieben wird, dann der präparirten Federn von Gänſen, Hühnern und andern Vögeln, deren Anwendung erſt ſeit ungefähr 400 Jahren erxiſtirt, jetzt aber in faſt ganz Europa und den von Europäern bewohnten Theilen von Amerika, Weſt⸗ und Oſtindien und Afrika ver⸗ breitet iſt. Dazu haben die Engländer vor etwa 16 Jahren Metallfedern(Stahlfedern) von verſchie⸗ dener Form und Qualität, erfunden, deren Anwendung zwar ſchon ziemlich allgemein geworden, ſich aber weniger zur Currentſchrift, als zu jeder andern eignet. Auch ſind ſolche Federn, beſonders wenn ſie nicht immer nach dem Gebrauch ausgetrocknet werden, oder mit einer gewöhnlichen Dinte geſchrieben pehs Deren Säure den Stahl angreift, die Spitze ſtumpf und viel zu ſchnell unbrauchbar macht, zu oſtſpielig..„
Die Dinte, eine chemiſche Zuſammenſetzung aus Gallus, Eiſenvitriol ꝛc. ie wi ben, ſcheint erſt nach dem Gebrauch der Federu erfunden worden zu ſeyn, und evfeinir Kesrh ha⸗ dienzien, wie Ruß und Fiſchgalle beſtanden haben.— ugte⸗
I. Allmählige Verbeſſerung des ee chediſ hen Verfahrens beim Schreib⸗
u Anfang dieſes Jahrhunderts war die mangel Schulei. chrhiheing in allen Mädchenſchulen, das Sadehafer erhuleirrichtung ſſichtbar, wornach nicht auf dem Stundenplan ſtand, und nur in abgeſonderten Schrabſch ul de Süüteriohterrihe nicht eiama wurde, es alſo dem Willen der Eltern freiſtand, ob und w ulen auf beſonderes Honorar gegeben ſolten. Damals ſchieb ver Lehrer jedem Schüler, ohne die nen äe:der das Schreiben erlernen Buchſtaben nach alphabetiſcher Ordnung ins Schreibheft 1 gedagſe Vattereinad khendienachinen len und corrigirte das Geſchriebene entweder gar nicht, od r, ließ dieſe ohne weitere Nachhülfe, nachma⸗ licher Weiſe. Dieſe Art ſo blindlings das Alphabet nachzumate ind. ee den udnherflüch ßen Buchſtaben, zu unverſtäͤndli chen Sylben nhaden na hzumalen, wurde wiederholt, und dann zu gro⸗
3 ht e. geriſſenen Wörtern und zu Vorſchriften übergegangen. Auf das Einüben der zehn Ziffern einige Zeit zu d i i beſtimmt und gedankenlos wurde gearbeitet ſo daß der Genz ute deinen Sbrcharinh en wie ſehen —:.„ e. ehre i ſenes Pae des hretben erlernt hatte, brachte er es auch den Kindern wicer bei, und häufig Regel entwader di„as zu einer regelmäßigen Handſchrift gehörte. Beim Unterrichte faßte er in der g eder die kleine Hand der Anfänger in ſeine große, und führte, um die Sache noch mehr huchan ſch zu machen, Hand und Feder, bis der Buchſtabe fertig war, oder er malte jedem Anfänger endahe dhnthchnianer ethate wrneheieſeteeiea an⸗Diaehen, d wol ziemlich leſerlich, ohne aber zu wiſſen, noch leſen zu können, was es geſchrieben lſammenhange auch 3 Se, bes Rud i Shae hen richtig geſeſſen und den Griffel— die Feder— und geführt hat, auf ſolche Hauptbedingungen des Schreibens nahm ine be S auch hierin war der Schüler ſich ſelbſt überlaſſen. Oder ſollte Pon un ndeſdt Rücſt nd 7 2.,2 15.. 1 dahin gehörige Unterweiſung abgegeben worden ſeyn, ſo geſchah dieſes doch nur beim d ger
gehörig gehalten


