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Rücken des Scheik wild wachsend. Dort gewahrt man nach demselben Berichterstatter auch Zwergeichen. Ausser den genannten Bäumen werden von den Reisenden noch folgende Bäume der Ebene angeführt: von Beaujour(182. 184) Nussbäume, jedoch nur bei Stagus und Trikala, von Pouqueville(III, 43) Weiden, von Bartholdy(72) Quitten, von Leake(I1, 419 f.), Beaujour (184) und Dodwell(173. 207) Maulbeerbäume, von Pouqueville(III, 70) Kirschlorbeer und Myrten, von Dodwell(174) einige Palmen bei Velestino. Zum Schlusse bemerken wir noch, dass Dioskorides(d. nat. med. 3, 139) und Plinius(25, 7) eine im Peneus wachsende Nymj'häa an- führen, welche weisse Wurzeln und eine gelbe Blüthe von der Grösse der Rosen, Nuphar ge- naunt, habe; es ist wahrscheinlich unsere gelbe Sumpfrose(Nymphaea lutea L.) gemeint. Auch eine Orchis, Cynosarchis genannt, erwähnen beide Sehriftsteller ¹) als in Thessalien wachsend.
Thessalien war im Alterthum wegen der Magie und Giftmischerei, welche seine Bewohner trieben, und wegen seiner vielen zu Beidem dienenden Pflanzen berühmt. Nach Aelius Aristides (Asclep. p. 44.) ging die Sage, dass Medea, als sie durch die thessalische Ebene entfloh, dieser ihre Giftpflanzen verliehen habe. Lucan gedenkt der Zauberei der Hämoniden oder Thessalierinnen, und fährt dann also fort: Thessala quin etiam tellus herbasque nocenteis Rupibus ingenuit sen- suraque saxa canentes Arcanum ferale Magos. Ibi plurima surgunt Vim factura Deis, et terris hospita Colchis Legit in Haemoniis, quas non advexerat, herbas ²). Die zu jenen Zwecken ge- brauchten Pflanzen finde ich nirgends erwähnt, ausser einer einzigen, welche Plinius(27. 8.) anführt und Katanance benennt.
3. Schlussbemerkung.
Ausser den S. 1. angeführten Berichten neuerer Reisenden und einheimischer Geographen sind mir keine anderen zu Gesicht gekommen. Auch die in neuester Zeit erschienenen Küsten- karten sind mir leider unzugänglich geblieben. Die Ersteren bilden deshalb, in Verbindung mit den sorgfaltig beachteten Angaben antiker Schriftsteller, die alleinige Grundlage der vorstehenden Untersuchung und Darstellung. Indem ich dies zum Schlusse noch ausspreche, fühle ich mich zugleich gedrungen, die Bemerkung hinzuzufügen, dass von allen mir bekannten Darstellungen des Landes Thessalien diejenige, die sich in den Kiepert'’schen Karten findet, neben der der Leake'’schen Karte die beste oder vielmehr die einzige gute ist. Auf diesen Karten sind auch die oben angeführten Verbesserungen eingetragen, welche das gediegenste der neueren Reisewerke über Thessalien, das Leake'sche, enthält.
¹) Dioscor. d. nat. med. 3, 131., Plin. 27, 8. ¹) Lucan redet 6, 435— 569. von der thessalischen Giftmischerei und Zauberei. Auch 6, 765. gedenkt er, wie Ovid (Amor. 2, 99.) und Andere, der IHlarmoniae artes. Man vergleiche auch Senec. Med. 717 ff.


