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bar, dass man in ihr das Düngen nicht kennt. Polybius(18, 3.) und Livius(32, 13.) preisen ihren Reichthum an herrlichen Gärten und Bäumen, und nach Leake(IV, 436.), Dodwell(176.), Gell(267) und Bartholdy(43) zeichnet sich dieselbe durch Beides noch immer aus. In der öst- lichen oder Pharsalischen Ebene scheinen die Gegenden von Trikala und Pharsalus zu den frucht- barsten zu gebören ¹).
Ein Haupt-Charakterzug der thessalischen Ebene ist die Armuth an Bäumen. Nur einzelne Stellen derselben, namentlich theilweise die Ufer des Peneus, das ans Tempe grenzende Land, die Gegend von Velestino und einzelne Punkte am Westafer des Böbe-Sees haben Bäume und Baumgruppen ²), und blos am Fuss der angrenzenden Gebirge findet sich, wiewohl selten, ein Wald in der Ebene ³). In den übrigen Theilen der Ebene ist ein Baum etwas so Seltenes, dass Dodwell(207) berichtet, einige Maulbeerbäume, welche zwischen Sarliki und Enebelere standen, seien die einzigen Bäume gewesen, die er auf einer Reise von mehreren engl. Meilen gesehen habe, und dass Holland(254. 359. 362.) von der Aussicht, die man zwischen Pharsalus und Thaumakos über die westliche Ebene hin hat, sagt, Ebene hin sei kaum ein einziger Baum zu sehen.
In Hinsicht auf die Haupterzeugnisse des Bodens besteht die thessalische Ebene im Allge- meinen aus Acker- und Weideland, zu welchem stellenweise noch Weinberge hinzukommen 4). Was zunächst das Weideland betrifft, so sind die fetten Triften dieses Landes zu allen Zeiten ge- priesen worden ⁵). Sie finden sich in beiden Haupttheilen der Ebene zwischen dem Ackerlande, sind aber in dem westlichen vorherrschend, während der östliche mehr Getraide erzeugt ⁵). In dem Ersteren ist besonders der Winkel, welchen die Ebene bei Pharsalus bildet, soweit man sehen kann, mit schönem Rasen und dieser mit Schafen und Rindern bedeckt(Leake I, 454). In der östlichen Ebene aber zeichnet sich auch in dieser Hinsicht die Gegend von Larissa, soweit sie nicht bebaut ist, durch herrliche Weiden aus(Beaujour 176). Dort besteht ausserdem der drei Stunden lange Aufstieg von Larissa zum Rücken des Scheik(s. oben S. 36) aus einem vortreff- lichen Weideland für Schafe, welche hierher zur Herbstzeit in grosser Zahl von den Gebirgen herabgetrieben werden(Leake I, 446). An den südlichen Theil des so eben erwähnten Land- striches, in welchen Leake die Stadt Krannon verlegt, hat nach diesem Schriftsteller Theokrit (16, 36 ff.) gedacht, wenn er von den zahllosen Rinder- und Schafheerden der Skopaden, einer Krannonischen Familie,fredet. Noch heut' zu Tage ist die thessalische Ebene reich an Rindern, Büffeln, Schafen und Pferden, wie sie es im Alterthum war. Die Büffel Thessalien's werden nach Bartholdy(54) und Beaujour(182) zu den schönsten, grössten und stärksten Griechenland's
über die ganze weite Ausdehnung dieser
¹) Bjornstähl 187, Pouqueville Morée II, 48. u. III, 87.
¹²) Holland 254. 266., Pouqueville III, 38 43., Gell 270 f., Bartholdy 43. 71 f. 131. 134., Dodwell 174. Eine Ulmen- Allee, welche vor dem Thore Larissa's längs der nach Norden ziehenden Heerstrasse steht, erklärt Bartholdy für die einzige regelmässige Allee, die er an einem Wege in Griechenland uberhaupt gesehen habe. Ebenso einzig in seiner Art ist, wie derselbe Reisende sagt, eine kleine wilde l'ark-Anlage bei Larissa.
¹) Zwei Beispiele s. bei Leake IV. 518 f.
*) Wir erwahnen wiederholt des Apulejus bezeichnenden Ausdruck roscida cespitum et glebosa camporum, und ver- weisen ausserdem auf Holland 248. u. 362., Dodwell 180, Clarke 264.
*) Claudian z. B.(epigr. 23.) rühmt die laeta Thessaliae pascua, und Strabo(S, 388.) sagt, dass Thessalien rον Imxor Cogicr rgune sei.
³⁴) Beaujour 176., Clurke 26 1., Bjornstahl 197, Pouqueville Morée III, 168, Dodwell 180. 192., besonders aber Holland 248. 253. 362. 365.
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