Aufsatz 
Die thessalische Ebene / von Kriegk
Entstehung
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wie Strabo 13, 621. sagt, eine oraueναεοο τπόοα d. i. ein durch Niederschlag aus dem Wasser gebildetes Land ¹). Dass dieser Boden durch die Ueberschwemmungen der Flüsse noch jetzt hier und da erhöht wird, ist wahrscheinlich, und wird von Dodwell(188) in Betreff des Landes unterhalb Larissas sogar geradezu behauptet. Ausnahmen von der allgemeinen Fruchibarkeit des tbessalischen Bodens kommen nur wenige vor. Sie bestehen in einigen sandigen Hügeln des Haupt Hügelzuges(Pococke 225), in dem felsigen Thale von Zarko und in der Ebene von Magregorio(s. oben S. 13 u. 39).

Die Ergiebigkeit des Bodens der thessalischen Ebene wird noch dadurch erhöht, dass es demselben nicht an der nöthigen Feuchtigkeit fehlt. Er ist der fruchtbarste von ganz Griechen- land und einer der fruchtbarsten von Europa. Dies wird von allen neueren Reisenden ausge- sprochen ²), und auch im Alterthum war man einstimmig derselben Meinung ³). Wegen der grossen Fruchtbarkeit des thessalischen Bodens war dieses Land oft im Stande, grosse Heere zu ernähren. Brown(139) und Bartholdy(45) heben dies mit Recht hervor, und der Erstere fügt hinzu:Wenn wir lesen, dass Mardonius in Thessalien überwintert habe, so gibt dies keine kleine Anzeigung und Zeugniss von der Fruchtbarkeit dieses Landes. Obschon zu der Zeit, als ich in Larissa war, eine grosse Anzahl Menschen(ein den Sultan begleitendes Heer) und 5000(2) Kameele sich dort fanden, so war gleichwohl kein Mangel und Gebrechen an Victualien und anderem Vorrath. Der Getraideausfuhr aus Thessalien wird im Alterthum öfters erwähnt: so spricht z. B. noch Philostratus(vit. Soph, 1, 23, 1.) von einer Getraideausfuhr, welche zu des Lollianus Zeit Statt hatte.

von den beiden Haupttheilen der thessalischen Ebene ist der östliche der fruchtbarste ¹). In diesem selbst aber stehen die Gegenden von Larissa und Yelestino allen anderen an Frucht- barkeit voran. Die Erstere, der campus opimae Larissae des Horaz, wird von Strabo(9. 440) td ενεαιιοωνιιςατσασαια ⁴νον ꝙτ qπαεων enannt. Bei Scymnus Chius(608) heisst ohne Zweifel wegen der Fruchtbarkeit des Bodens Larissa euruxeccdrn νς Auch die neueren Reisenden können die Fruchtbarkeit des Larissäischen Landes nicht genug rühmen). Die Gegend von Velestino(dem alten Pherä) wird von Leake(IVY, 444) der Gegend von Larissa gleich gestellt. und ist so frucht-

¹) Dass dieser Ausdruck nicht, wie Xylander meint, für gleichbedeutend mit oruurlνοτos zu halten ist, zeigt die Vergleichung von Strabo 15, 691. 4

²) Vgl. z. B. Leake I, 437., Pouqueville Morée III, 87., Holland 244. 254. 280 f. 362.(it would not be easy to fix a limit tothe amount and variety of produce which might be raised from its surface), Sibthorp bei Walpole 292. Letzterer sagt, aer Waizenbau gewähre in mässig guten Jahren einen zwölffachen, in ausserordentlichen Jahren einen fünfzehn- fachen, ja mitunter sogar einen achtzehnfachen Ertrag.

³) Thucyd. 1, 2., Isocr. d. pace p. 183., Plutarch. apophth. p. 688. u Cimon p. 487.( GGmσ), Scymn. Chi. 606. (x ιμαστι⁴ανρν¶ Qυά³ασ 2αοστε τι⁶α α τέανεοσςσάα εωω: Euripid. Troad. 215 219.(rieν l ννμιυυο⁷ οτιeαν επυοαe, Kornrd! Oco*ueu ulddoτueẽ, 1ꝙ 0 ‿ν ρἀuιν‿νωmQάοαωαοο E εα, ννανοναε; dagegen nennt derselbe Dichter Herc. fur. 366 als Dichter die thessalische Ebene uαοœα* dςονια πες⁴ενυν ναννε), Strabo 9, 430.(ε⁴ααμ⁴οωνυέ ανm¶ Qόμ, Plutarch. Caes. 727.(r⁶αιμμ), Valer. Flacc. 6, 598.(Thessaliae felicis opes dilectaque Phrixo rura), Liv. 31, 41.(campi Thes- saliae opimi), Horat. od. 1, 7, 11.(Larissae campus opimae), Senec. Herc. Oet. 134.(non jejuna soli jugera Thessali), Apollon. 3, 1086.(eiporos und ⸗iοαεαντοες), Procop. de aed. 4, 2, 3.(&ερσαοο τέ⁴ς 2⁴αςσαιν τωννπι ο⁶αάC³ν). Aus der schweren Beschaffenheit des fetten Bodens von Thessalien, welche Apulej. met 1. in. durch den Ausdruck glebosa camporum bezeichnet, ist es zu erklären, dass nach Theophr. caus. pl. 3, 20. p. 482. Schneid. die alten Thessalier statt des gewöhn- lichen Karstes ein starkeres Werkzeug gebrauchten.

) Leake 1, 446., Clarke 264.

³) Clarke 26 4., Walpole bei Clarke 270., Lucas voy. en 1714, p. 47., Vaudoncourt 151, Leake III, 371.(Nach dem Letzteren ist der Theil links des Peneus nicht ganz so fruchtbar, wie der übrige.)