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und auch links des Peneus zuweilen streckenweise überschwemmt wird, ist(nach Leake I, 436) die tiefste Strecke Landes im inneren Thessalien. Im Osten der erwähnten Sumpfniederung springt eine niedrige Anhöhe aus dem Ossa hervor, und scheidet mit den jenseit des Peneus legenden Vorhöhen des Olympus den äussersten nordöstlichen Theil der Ebene von dem grösse- ren westlichen und südlichen ab. Dieser Theil, die Ebene von Magregorio genannt und auf der entgegengesetzten Seite am Tempe endend, hat etwa ¼ deutsche Meile Länge und Breite und zwei Stunden im Umkreis. Sie ist keineswegs feucht, wie die vor ihr am Peneus liegende Sumpfstrecke und grossentheils steinig!¹).
Ein anderer einzelner Theil der pelasgischen Ebene ist das Dotische Feld der Alten ²). Ueber seine Lage findet sich nur bei Hesiod und Strabo eine Angabe, nämlich dass es in der Mitte(soll wohl heissen im Innern) Thessalien'’s, nahe den Gegenden des Ossa und Perrhäbien’'s, am Boebe-See und gegenüber dem traubenreichen Amyros(was ebenso gut eine Stadt, als ein Fluss gewesen sein kann) gelegen habe ³). Daraus lasst sich blos abnehmen, dass die Dotische Ebene am Boebe-See, nicht aber dass sie auf dieser oder jener Seite desselben zu suchen sei. Auch das, was sich in den alten Schriftstellern über Bodenform und Yegetation der Dotischen Ebene angegeben findet, bestimmt die Lage derselben nicht näher. Die Ebene war von Hügeln, und zwar von abgesonderten, umgeben, und diese oder einige von ihnen führten den Namen der Doppelhügel(Arαμαι). Der Dichter Dionysios gibt dadurch, dass er die Ebene das Dotische Tempe nennt, zu erkennen, dass sie eine schöne, quellen- und schattenreiche Stätte war ⁴). Kallimachus(Cer. 27 ff.) preist einen schattenreichen heiligen Hain der Ceres, welcher in der Dotischen Ebene lag. Fichten, Ulmen, Birn- und Apfelbäume enthielt und in seinem Inneren das klarste Quellwasser barg. Hesiod endlich nennt die Ebene eine heilige. Dies ist Alles, was die Alten über die Dotische Ebene melden. Es reicht nicht hin, um eine bestimmte Gegend des Boebe- Bassin's als diese zu bezeichnen. Wir führen daher nur noch die Meinungen unserer Reisenden über ihre Lage an Leake(IVY, 120. 447. 151) verlegt sie auf die Westseite des Boebe-Sees, zwi- schen diesen und den Karadagh-Zug bis nach Velestino hin, und hält die beiden oben(S. 32 f.) beschriebenen Gipfel von Petra für die Didymischen Hügel. Dodwell(178) verlegt die Dotische Ebene ebenfalls auf die Westseite jenes Sees, lässt sie aber noch über denselben hinaus sich bis zum Fuss des Ossa erstrecken. Bartholdy(A7.) hält die Gegend von Velestino für jene Ebene.
7. Bodenbeschaffenheit, Vegetation und Cultur der thessalischen Ebene.
Der Boden der thessalischen Ebene ist, und zwar schon von Trikala an abwärts, Ln der egyptischen zu vergleichende sehr fruchtbare Alluvial-Erde von etwas heller Farbe ⁵). Er ist,
¹) Bartholdy 113 133— 135., Dodwell 187— 193. 207., Clarke 275— 279., Pouqueville III, 53 f. u. Morée II, 55., Holland 285 f., Pococke 223., Gell 273— 276. 282 f., Lucas voy. en 1705. p. 275.
2²) Adrur eredror(Hesiod. bei Strabo 9, 442., Hymn. Homer. 16, 3., Diodor. 5, 61, Strabo I. c., Plutarch. quaest. Gr. I. 7. p. 178. Reisk.), 7οοαάι ASoruν(Sophocl. bei Stephan v. Aurtor), α Aoruts(Apollon. und Antimach. bei Stephan.). Arion toyos(ein Dichter bei Stephan.), Aurue Téuxtc(der Dichter Dionysios hei Strabo). Man leitete auch diesen Namen von verschiedenen mythologischen Personen her(s. Stephan.). Als adjectivische Formen gibt Ste- phanus Aoruus, Aorids und Aornts an. Uebrigens wird auch eine Stadt Dotium angeführt von Callim. Cer. 43., Lycopbr. 410., Plin 4, 9. u. Stephanus.
²¹) Sitrabo 9, 442. u. daselbst Hesiod.
⁴) S. meine Schrift über das Tempe S. 46, wo diese Stelle des Dionysios noch hatte angeführt werden sollen.
²) Leake I, 424. 435., IV, 264, Holland 280., Dodwell 196.


