Aufsatz 
Die thessalische Ebene / von Kriegk
Entstehung
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gehört nach Elis, ihre Söhne Pelias und Neleus aber und ihr Gemahl Kreteus weisen uns nach Thessalien zurück; es ist daher unmöglich, in Betreff jener Mythe zwischen den gleichnamigen Flüssen beider Länder zu entscheiden. Dies würde übrigens auch nur in so fern einen Werth haben, als es für die Erleuchtung der dunkelen ältesten Zeiten Griechenland's von Nutzen ist zu wissen, in welcher Gegend eine Mythe ursprünglich ihren Wohnsitz hatte, und als man in der Beziehung einer Mythe auf verschiedene griechische Länder Andeutungen von den Zügen ein- zelner Völkerschaften finden könnte.

Ueber eine den Enipeus betreffende Stelle Strabo's erlauben wir uns eine Digression zu machen. In dieser Stelle(S, 356.) benennen alle Codices, sowie mit einer einzigen Ausnahme alle Editionen jenen Fluss Eniseus, einen in Elis fliessenden Fluss aber Enipeus ¹). Der Namen Eniseus widerspricht allen anderen A ngaben der Alten, welche den thessalischen Pluss erwähnen, ja sogar den an einer anderen Stelle ausgesprochenen Worten Strabo's selbst; und doch sieht man, dass in der ersteren Stelle Strabo's ein Unterschied zwischen einem thessalisehen und elischen Flusse gleichen oder ähnlichen Namens angezeigt werden soll. Es fehlt daber nicht an Conjecturen, durch welche versucht wird, Strabo's Worte mit allen anderen den thessalischen Enipeus erwähnenden Stellen in Einklang zu bringen. Tzschucke schlägt eine Aenderung vor ²), nach welcher Strabo gesagt haben würde: man berichte, dass auf den elischen Enipeus sich die Mythe von der Tyro beziehe, dass aber der thessalische Enipeus auf dem Othrys entspringe und sich in der Gegend von Pharsalus mit dem Apidanus vereinige. So etwas kann jedoch Strabo unmöglich gesagt haben; denn welch ein sonderbarer Gegensatz würde dies sein! Grosskurd will Erice« statt Erroo geschrieben haben und somit den Unterschied, welcher zwischen den beiden gleichnamigen Flüssen Statt finden soll, blos in die verschiedene Betonung des Wortes Enipeus setzen. Diese Aenderung würde allerdings der Strabonischen Stelle einen guten Sinn geben; allein nach der Art, wie Strabo 8, 373. die von der verschiedenen Betonung abhängende zwieſache Bedeutung des Namens Midea unterscheidet, bin ich der entschiedenen Ansicht, dass Strabo, wenn er einen blossen Unterschied der Accentuation hätte bezeichnen wollen, sich deut- licher ausgedrückt haben würde. Ich finde überhaupt keinen genügenden Grund. die Lesart aller Handschriften zu ändern, wofern sich dieselbe mit dem Umstand, dass Strabo anderwärts den thessalischen Fluss nicht Eniseus, sondern Enipeus nennt, vereinigen lässt. Dass dies aber geschehen kann, lässt sich beweisen, und schon Casaubonus hat es gefühlt. Strabo argu- mentirt nämlich nicht selbst, sondern er führt die Meinung Anderer an. Der Sinn seiner Worte ist folgender:Auf diesen elischen Enipeus beziehen Manche das, was Homer von der Tyro sagt; denn hier habe ihr vater Salmoneus geherrscht ³); den thessalischen Fluss aber, welcher vom Othrys herabkommt und sich mit dem Apidanus verbindet, schreiben sie(d. h. die, welche jene Meinung haben) Eniseus, und weisen somit die Wnahme, dass auf ihn sich jene Mythe be- ziehe, durch die Verschiedenheit seines Namens von dem in der Homerischen Stelle vorkommen-

1) Die Stelle lautet: A⁴ 6- Tuludν νπανησοννοοστ³ ,⁷ duwertnor, rO*ν, at ⁵ε Oe Eyvitee- Su,A12* dν4ς τ AI⁴ν v2εετα σ νσφά Hννι᷑ηιοσσ τιιον 4α‿,πναG ,ỹ.h TuHο αρασσρ μ xoraduο dενour Erun joo Setoo. Eyradda vd⁴ο ιιαάααραααε/οσσιτ 1 πασρπιεαιαα ανμ Mμem u‿ναα 2cει⁴ιεεν n Euνα⁴dνν deν ασmQν τ ν 17 Oerra Hdec TO⁴νμοινιάν, Ʒε de ν 09◻οα 64ν Ʒϑεέeααι τν⁴eπταιεκον να Ieε α νιπ ευαμαιιααν ον.

¹) Er will die letzten Worte der obigen Stelle so geschrieben haben: 1 11¹ Oer rcε virT Votρανιιιν, d d ſ eic.

²¹) Grosskurd übersctzt falsch:denn hier herrschte ihr Vater Salmoneus, sowie er vorher das oc unrichtig durchwie gefabelt wird übersetzt bat