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gehalten wurde, seiner Ernährung wegen sich über die ganze ihessalische Ebene ausge- breitet haben ¹).
Die Erwähnung dieses unbestimmbaren antiken Flusses bietet die beste Gelegenheit dar, auch über zwei andere zu reden, mit denen es sich auf ahnliche Weise verhält. In der Gegend der Thermopylen werden drei Flüsse genannt, in Betreff deren nicht der geringste Zweifel obwal- ten kann, dass sie fern von der thessalischen Ebene an der Grenze von Mittelgriechenland flossen. Es sind der Asopus, der Melas und der Phönix. Dass Plinius und Vibius Sequester einen Fluss des letzteren Namens auch im inneren Thessalien anführen, ist bereits oben bei der Erwäh- nung des Veterniko-Flusses bemerkt worden. In Beireff der beiden anderen Flüsse findet sich eine ähnliche Versetzung in das cigentliche Thessalien. Melas wird nämlich von Plinius(31, 2) eine in Hestiaotis, also im nordwestlichen Thessalien befindliche Quelle genannt, deren Wasser die schwarzen Schafe in weisse umwandele, und Vibius Sequester(p. 5. u. 14) erklärt den Melas für einen Nebenfluss des in der thessalischen Ebene fliessenden Apidanus. Asopus wird bei dem letzteren Autor ebenfalis ein Nebenfluss des Apidanus genannt. Ausserdem führt Konon densel- ben zugleich mit dem Enipeus(dem Schwesterfluss des Apidanus) an; und endlich sagt Acesan- der, Hypseus sei ein Sohn des Peneus und der Phillyra, einer Tochter des Asopus, gewesen ²). In Betreff dieser Flüsse Melas und Asopus könnte man ebenso, wie in Betreff des Phönix, eine Verwechselung mit dem eigentlichen Melas und Asopus annehmen. Allein die bestimmte Erwah- nung des Landes Hestiäotis und die Verwebung des Asopus in Mythen, welche dem inneren Thes- salien angehören, gestatten dies nicht. Dagegen kann aber auch von der zu bestimmenden Iden- tität der genannten beiden Flüsse dieses Theiles von Thessalien mit dem einen und dem anderen Flusse des thessalischen Bergkessels durchaus keine Rede sein.
Der Sataldsche-Potamos oder Fluss von Fersala ist von allen unseren Reisebe- schreibern nur auf dem Wege von Larissa über Pharsalus uach Thaumakos und ausserdem noch an seiner Mündung gesehen und beschrieben worden; denn was Pouqueville über seine Reise von Pharsalus nach Trikala mittheilt, ist in Betreff dieses Flusses nicht der Rede werth. Nur Leake, welcher auch über seine Mündung am genauesten berichtet, hat ihn nicht blos an dieser Stelle, sowie zwischen Larissa und Thaumakos, sondern auch aufdem Wege von Pharsalus nach Armyro am VYolo- Busen, sowie auf dem Wege von ersterer Stadt nach seiner Mündung und nach Trikala bereist, und schr ausführliche Mittheilungen über diese Reisen gegeben. Wir müssen uns also auch hierbei wieder vorzugsweise an Lenke's Berichte halten ³).
Der Sataldsche-Potamos entsteht aus zwei Flüssen, die sich nicht weit südlich von Vlokho mit einander vereinigen. Der östliche derselben heisst der Fersaliti oder Sataldsche-Potamos (von der Stadt Fersala oder Sataldsche, dem alten Pharsalus, in deren Nähe sein oberer Lauf
¹) Selbst der Umstand, dass die Perser in drei Tagen durch Thessalien nach den Thermopylen gezogen sein sollen, auf welchen Leake ein Gewicht legt, kunn nicht dagegen geltend gemacht werden; denn unmöglich konnte das ganze persische Heer sich vor diesem Engpasse lagern
*) Vibius Sequ, p. 6., Conon narr. 27.(FAln durdεεœαστ T5 S.‿αιιφιμα α⁴ειεινενοασντ dεωνπαννos, vœl l&re αdaα rO*s, 4r frolo⸗ uεν τον πτπιωιέμιανο JOνυαυωάκιιιιιq—εᷣf;ʃ+Oð̃K⁴α⁵νοιν 7⁸„ox- 77. Aoαns a Frenet duni orauote Ti„ Kε½ νν dινοανυι E. aσςσ ³‿ ⁶ειειτεος eic.), Acesander beim Schol. Pindari ad Pyth. 9, 27.
³) Die betreffenden Stellen derselben sind: Leake, vol. I, p. 447. 454, vol. IV, p. 318—322. 324. 330 f. 465. 468— 470. 472. 471. 494. 496. 498— 500. 505. Die Bemerkungen anderer Reisenden befinden sich an folgenden Stellen ibrer Beschreibungen: Pouqueville III, 41. 73 f., Dodwell 208. 210. 212., Gell 285— 287., Holland 363., Beaujour 170 f., Clarke 263., Pococke 225., Lucas voyage en 1705 p. 278
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