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Stelle des westlichen oder oberthessalischen Theils der Ebene, und da in ihr innerhalb eines klei- nen Raumes nicht blos die beiden grössten Flüsse, welche der eine vom epirotisch-thessalischen Grenzgebirge, der andere vom Othrys-Gebirge herab dem Peneus zuströmen, sondern auch die oben erwähnten Flüsse Woiwoda und Trikalino, sowie einige kleinere Gewässer sich mit dem Peneus verbinden, so ist diese Gegend ein sumpfiges Land. Auf der rechten Seite des Peneus liegt dort sogar ein ziemlich beträchtlicher Sumpfsee, Kolokythia genannt, welcher im Winter überschwemmt ist, und durch den einige Flüsse zum Peneus hinfliessen 4). von den beiden so eben bezeichneten rechten Haupt-Nebenflüssen des Peneus ist der Fluss von Fanari oder, wie er nach Leake jetzt heisst, der Bliuri oder Piliuri, welcher vom epirotisch-thessalischen Gebirge herabkommt und durch die Kolokythia hindurch nahe bei Kolokoto n den Peneus fliesst²). Der andere ist der Sataldsche-Potamos oder Fluss von Fersala (Pharsalus), welcher durch die Vereinigung zweier grossen Flüsse, des Enipeus und des Api- danus der Alten, entsteht und in der Nähe von Vlokho dem Peneus zuströmt 3). Pouqueville und Holland lassen zwar diesen Fluss erst eine bedeutende Strecke weiter abwärts, nämlich bei dem noch unterhalb Zarko gelegenen Dorfe Kutzochero münden; wir müssen aber
Der erste
auch hierin dem Berichte Leake’s den Vorzug geben vor denen der genannten beiden anderen Reisenden, weil
Leake allein die Gegend bei Vlokho qurchreist hat, und weil er überhau sorgfältiger und zugleich ausführlicher ist, als jene ⁴).
In der bezeichneten feuchten Niederung kam Leake auf der linken Seite des Peneus, nahe bei Kolokoto, an einem Sumpfe Namens Vula vorbei, aus welchem ein Bach hervorströmt, um bald darauf in den Trikalino zu fallen. Nicht weit davon sah er einen Fluss, welcher von den nördlichen Bergen herabkommt, in einem Halbkreis um den Fuss einer Anhöhe bei Kolokoto fliesst und dann ebenfalls in den Trikalino mündet. Anstatt dieser beiden Gewässer führt Pouqueville in jener Gegend zwei Flüsse an, von welchen der eine
pt in seinen Angaben
„der Fluss von Liberysso, nur zwei Stunden lang sei und bei Kulkutos oder Kukultos(welches offenbar Kolokoto ist) in den Peneus
münde, der andere aber, der Fluss von Mikro-Tzigoto(Mikro-Tzighioti), zwei Stunden un- terhalb der Mündung des Ersteren dem Peneus zufliesse. Vaudoncourt sagt, Zwischen Trikala und Zarko führe bei Kukulios die Strasse über den Fluss Pamento, und aus seiner Karte er- sieht man, dass er den grösseren der bezeichneten beiden Flüsse meint. Auf der Karte des Griechen Rhigas endlich erscheint in derselben Gegend ein in den Peneus mündender Fluss, wel- cher TIorrwiæ Pauerta(wahrscheinlich verschrieben für IHauεrro) orauos genannt wird 5). Man
¹) Leake IV, 318. 506 und 514.
²) Ibid. p. 514. 519. 521., Pouqueville, Grèce, vol. III, p. 38 f., Vaudoncourt p. 151.
²) Pouqueville III, 41. 73., Holland 365., Leake IV, 319. 324.
⁴) Leake gibt Alles, was er auf seiner Reise durchwandert und gesehen hat, unterscheidet das blos Gehrte stets von demjenigen, was er aus Autopsie mittheilt. Pouqueville dagegen verweilt in seinem Berichte nur bei interessanten Punkten länger, geht aber mit wenigen Worten über das dazwischen Liegende hinweg oder überspringt dasselbe ganz, und gibt sehr oft, ohne es von selbst Gesehenem und Besuchtem zu unterscheiden, eine Anzahl von Dörfern und ihre relativen Entfernungen an, welche, wie man deutlich sieht, blos durch Mittheilungen Anderer ihm bekannt geworden sind.
*) Leake IV, 289 f., Pouqueville III, 38 f., Vaudoncourt 150. Die erwähnte neugriechische Karte hat den Titel:
Xdgra ihe EAAMdor....... 226εεοασρα πμαααοα τ Pnpc Helsorol Oerralou. 1797. Exraoοz aHd od Doœroonc
Milleo er Bier Sie ist mit gaänzlicker Verzerrung der Figur des Landes und des Laufes der Flüsse verfertigt, und sieht ganz wie eine aus dem Kopfe hingezeichnete Karte aus.
genau und im Zusammenhange an, und


