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lich von Trikala auf der rechten Seite des Peneus, zwischen Karadhitza und Paraprastin liegt und den Namen Kolokythia(Leake IV, 505 f.) hat. Sie ist eine Sumpfniederung. in welche, wenn man nach der blossen Darstellung auf der Karte Leake's urtheilen darf, auch einige grössere Bäche sich verlaufen. Auch in anderen Gegenden der Ebene finden sich Niederungen, welche entweder das ganze Jahr hindurch, oder doch nur mit Ausnahme der Sommermonate sumpfig sind. So z. B. auf der der Kolokythia entgegengesetzten Seite des Peneus oberhalb Zarko (Pouqueville III, 37., Leake IV, 318), ferner weiter abwärts auf derselben Seite dieses Flusses zwischen Larissa und Turnovo, so wie südlich vom Peneus zwischen Larissa und Pharsalus und zwischen letzterer Stadt und Thaumakos ¹). Besonders morastig ist das Land zwischen Larissa und Turnovo, so wie überhaupt zwischen jener Stadt und dem Fusse des Olympus, jedoch in der Regel nur während des Winters; im Sommer verdampft dort die Feuchtigkeit, und die ganze Ebene um Larissa ist trocken und staubig, wie Egypten im Juni. Das Land zwischen Larissa und dem Olymp ist wegen seiner grossen Feuchtigkeit von vielen Gräben durchzogen, und wird im Winter oft förmlich überschwemmt, so dass man die Strasse von Larissa nach Alassona manchmal gar nicht passiren kann, sondern einen Umweg machen muss. Ueberhaupt sind die vom Peneus berührten Gegenden der Ebene die feuchtesten Theile derselben, nicht nur wegen ihrer tieferen Lage, sondern auch weil dieser Fluss, wie schon Strabo(9, 430 u. 441) berichtet, stellenweise öfters über seine Ufer tritt.
Die thessalische Ebene ist, wegen ihres nur wenig geneigten Bodens und wegen der vielen von den Gebirgen herabfliessenden Gewässer ²), ein feuchtes Land, in welchem deshalb auch während eines grossen Theiles des Jahres die Mücken eine beschwerliche Plage sind ³), und das nur im Sommer seinen vorherrschenden Charakter verliert. Hawkins(bei Walpole 529) nennt die ebenen Striche des Landes im Gegensatz gegen die Hügel sogar geradezu stagnirende Flä- chen; Gell(267) sagt, dass nach der Regenzeit das Wasser lange auf der Oberfläche der Ebene zurückzubleiben scheine, und dass deshalb dann die Durchwanderung derselben sehr unbequem sein müsse; und Pouqueville(III, 34) sagt, dass in der gegen das nordwestliche Ende der Ebene hin gelegenen Stadt Trikala der Südost-Wind wegen der Ausdünstungen derselben Fieber erzeuge.
b5. Das Wasser-System des Peneus.
Die Gebirge Thessalien's sind sehr reich an Quellen, deren Wasser im Durchschnitt weich und leicht zu verdauen ist, und senden eine grosse Zahl von Gewässern in die Ebene hinab. Diese Gewässer sind der Mehrzahl nach blosse Bäche, und trocknen während der heissen Jahreszeit in bedeutendem Grade, manche von ihnen sogar ganz ein. Selbst das grösste fliessende Wasser Thessalien's, der Peneus, kann nicht an und für sich selbst, sondern nur im Vergleich mit den übrigen Gewässern Griechenland's ein grosser Fluss genannt werden ¹).
¹) Dodwell 207., Gell 286., Holland 264., Pouqueville II, 430., Bartholdy 71. Gell berichtet von einer solchen zwischen Pharsalus und Thaumakos gelegenen Stelle, welche sogar im Sommer schwer zu passiren sei.
²¹) Es ist die von Livius 42, 54 in Betreff einer Stelle des Ossa-Gebirges gepriesene copia pluribus circumjectis fon- tibus perennium aquarum.
³) The gnats, sagt Leake IVY, 506., are a great inconvenience of the Thessalian plains.
¹) Dodwell 219., Pouqueville Morée III., 168., Brown 142. Ueberhaupt hat Pouqueville vollkommen Recht, wenn er(Morée III., 165) säâgt: Les fleuves de la Grèce furent beaucoup plus considérables dans l'histoire, que dans la réalité.


