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die Art hergeſtellt, daß man den Docht auf dünne Wachsbänder legt und dieſe um jenen herumrollt. Die Bereitung der Wachsſtöcke endlich geſchieht dadurch, daß man den ſehr langen Docht auf eine Trommel wickelt und über eine Rolle zieht, welche am Boden der Wachspfanne angebracht iſt; der nun mit Wachs umkleidete Docht wird durch die Löcher einer Ziehplatte gezogen, damit er eine gleichförmige Dicke erhalte. Von da wird der Wachsſtock abermals über eine Trommel gewickelt.
Die am hänfigſten, namentlich bei Talg⸗, Stearin⸗, Paraffin⸗ und Wallrathkerzen angewandte Fabrikationsmethode iſt das Gießen. Zu dieſem Zwecke bedient man ſich cylindriſcher Formen (Fig. 3) aus Blei und Zinn, welche unten ſpitz zugehen und dort ein kleines Loch zum Feſthalten des Dochtes haben. Dieſe Formen werden in entſprechende Löcher eines Tiſches eingelaſſen und ein metallener Trichter(Fig. 4) aufgeſetzt, von deſſen Rand Querſtäbe ausgehen, die in der Mitte einen kleinen Ring tragen. Nachdem durch dieſen und die untere Oeffnung der Form ſelbſt der Docht geſteckt worden iſt, gießt man den geſchmolzenen Talg, welcher nur ſo heiß angewandt wird, daß er ſeinem Erſtarrungspunkte nahe iſt, in die Formen ein und am andern Tage werden die Kerzen herausgenommen.
Die Kerzenfabrikation hat im Laufe der Zeit, namentlich aber ſeit Anfang dieſes Jahrhunderts einen außerordentlichen Aufſchwung erlangt. Gelehrte und Fabrikanten ſind in gleicher Weiſe beſtrebt geweſen, durch Berückſichtigung ſelbſt der kleinlichſten Umſtände die höchſte Vollkommenheit zu errei⸗ chen. Wie ſchlecht es ſelbſt im vorigen Jahrhundert noch um dieſen Gegenſtand beſtellt war, dafür ſind uns die Worte eines Engländers, der ſeiner Zeit die beſten Kerzen geliefert und ſich ſpäter zur Ruhe geſetzt hatte, ein ſprechender Beweis. Als er ſah, welchen Aufſchwung die Kerzenfabrikation durch die neuere Wiſſenſchaft genommen, ſoll er ausgerufen haben: Nun ſehe ich allerdings ein, daß meine Kerzen höchſtens gut genug geweſen ſind um— das Dunkel ſichtbar zu machen.
III. Von den Lampen.
Die Lampe unterſcheidet ſich von der Kerze dadurch, daß bei der erſteren flüſſige, bei der letzteren feſte Beleuchtungsſtoffe zur Anwendung kommen.
Flüſſige Beleuchtungsſtoffe haben vor feſten den großen Vorzug, daß ſich nicht blos Stab⸗ dochte, d. h. runde, ſolide gebrauchen laſſen, ſondern auch Banddochte, d. h. längliche, platte, wie bei der Studirlampe, und Röhrendochte, d. h. cylindriſche, hohle, wie bei der Moderateur⸗ lampe. Zudem iſt es bei feſten Beleuchtungsſtoffen unmöglich, den Docht höher und tiefer zu ſchrauben und dadurch die Lichtſtärke innerhalb gewiſſer Grenzen zu modificiren.
Flüſſigkeiten erfordern immer ein Geſäß, in welchen ſie aufbewahrt werden; auch iſt ſchon bemerkt worden, daß Oel ohne Docht nicht gut brennen kann. Die einfachſte Lampe muß alſo wenigſtens aus einem Oelgefäß und einem Docht beſtehen, wie dieß z. B. bei dem allgemein be⸗ kannten Nachtlicht(Fig. 5) wirklich der Fall iſt.
Etwas ausgebildeter ſchon iſt die antique Lampe(Fig. 6) und noch mehr das Küchen⸗ licht(Fig. 7), weil bei ihnen bereits ein abgeſonderter Brenner hervortritt. Die antique Lampe läuft näm lich an der einen Seite in eine ſchmale, aufwärtsgehende und mit einer runden Dülle


