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was er den Frauen dann sagt, weist ja diese mit ihrem Schmerze eben in den ihnen durch Natur und Sitte gezogenen Kreis zurück.
Iyc rs rdο öraprosς gõds ush Teiοοσν rτeε̈να o⁵s ued dice. Der Auslegungen sind für diese interessante Stelle gar viele; doch liegt allen Schattirungen der Auffassung die Eine Differenz zu Grunde, dass in den Worten r⁷ braorouos gögscc entweder die Hindeutung auf einen Mangel der weiblichen Natur, oder auf einen ihr eigenthümlichen Vorzug gefunden wurde. 1) Gegen die Auslegungen der ersten Art, so sehr sie im Allgemeinen mit der vulgären— ich will nicht sagen einzigen— Auffassung des Alterthums von der weiblichen Natur übereinstimmen mögen, spricht doch im gegenuwärtigen Zusammenhange der Umstand, dass die Hindeutung auf Mängel ihrer Natur für diese leidtragenden Frauen weder etwas Tröstliches noch etwas Aufmunterndes haben kann, was der Redner ihnen zu geben doch offenbar beabsichtigt. Dieser Umstand allein spricht gegen Poppo's und Anderer Erklärung:„Euch nicht schwächer zu zeigen(nicht jämmerlicher zu klagen) als die angeborne Natur es erheischt.“ Dies allein; denn Krüger's Einwand:„Wie könnte einer solchen Mässigung eεναν 08α beigelegt werden?“ wäre durch das dann eng mit„eεrαν zu verbindende und dadurch einschrän- kende 5uty leicht beseitigt.— Obiger Grund spricht noch stärker gegen Krüger's eigene Erklärung: „Es ist allgemein von der Tugend der Weiber die Rede mit Bezug darauf, dass H O*eα gödts Sorl π ας σ eεουν r* Toν d366“ον⅔ nach Plato Ges. 781, b.“ Denn das ergäbe die unerbau- liche und entmuthigende Aufforderung: Leistet wenigstens nicht weniger in der Tugend, als man von Eurer für die Tugend freilich minder günstig organisirten Natur erwarten darf. Und das so Gemeinte hätte er mit povaexeia doerh ankündigen können? Ferner spricht gegen Krüger's Erklärung die vage Allgemeinheit einer solchen Ermahnung, nach Kräften tugendhaft zu sein, während doch alle übrigen Paränesen, an die 700t, die roxe?c, die ddelgot und xαedec, das individualisirende Streben des Redners bekunden, in seinen Forderungen jede Klasse auf den ihrer eigenthümlichen Lage gemässesten besondern Theil des allgemeinen Pflichtstrebens hinzuweisen, wie er denn auch hier den individuali- sirenden Umstand võv uν osta ovras in der Ankündigung hervorhebt. 2) Mit Uebergehung an- derer, demselben Erklärungsprinzip angehörender Erklärungen, wenden wir uns nun dem zweiten Prinzip zu, nach welchem in den Worten öraνανσπ σec ein eigenthümlicher Vorzug der weib- lichen Natur gesucht wird. Und für dieses Prinzip entscheidet allerdings der Zusammenhang. Denn mit dem Zwecke des Redners, zu trösten wie aufzumuntern, stimmt es ganz vortrefflich, dass die Frauen auf eine ihnen in der eigenen Natur gegebene Hülfe und Stütze hingewiesen werden. Fer- ner, nur mit solcher Bezichung gemeint, gewinnt das ankündigende Tovatzeiac dperijc seine volle. so wie örαονασmσ—ά die prägnanteste Bedeutung, in welcher letzteres Wort gar häufig gerade das zu Statten Kommende, zu Gebot Stehende bezeichnet; göxec aber, das in solchem Sinne Gabe, Kraft, Vermögen bedeutet, ist mit dieser Bedeutung auch oben schon 35, 2 vom Redner gebraucht. Das Prinzip also ist richtig. Nur auf die Anwendung desselben, auf die Auffindung des gerade gemein- ten Vorzugs kommt es noch an. Unter den auf dasselbe gegründeten Erklärungen fasst die vom Scholiasten angeregte, besonders von Heilmann und Meyer vertretene Erklärung den dem Weibe eigenen Sinn für Anstand, für Bewahrung guter Sitte ins Auge und ergiebt folgende Ermahnung:„Eure grösste Ehre wird darin bestehen, dass Ihr den Wohlstand Eures Geschlechts nie aus den Augen lasset“ wie Heilmann übersetzt, oder wie Meyer:„Magna enim vestra gloria est, ingenium vobis pro- prium(modestiam, die Sittsamkeit, iνν αωιρανην) non exuere.“ Aber so unzweifelhaft die hier ins Auge gefasste psychologische Thatsache ist, so ist doch eine Mahnung an die Rücksichten des Anstandes und guter Sitte für den Moment wenigstens, in welchem sie hier gegeben ist, eine zu äusserliche und beschränkte, als dass sie nicht einen schwachen wo nicht frostigen Eindruck auf das


