Aufsatz 
Erläuterungen über den Gedankenplan des pericleischen Epitaphios, gegeben durch Erklärung betreffender Stellen
Entstehung
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der Wohlfahrt in die Kühnheit gesetzt werden muss, und also das Streben nach jener diese erfor- dert, so ist noch viel dringender diese Kühnheit Euch geboten bei dem besonders hohen Werthe gerade Eurer Wohlfahrtsgüter und bei der ausserordentlichen Grösse eines solchen Verlustes.

Cap. 44. 75 d'edruééc. Meist ergänzt man diese Worte durch roꝰro, macht sie also ebenso wie vorher rpagévres von srioravtat abhängig. Aber dadurch werden die an edroyéc sich anschlie- ssenden Trostgedanken zu etwas den Hörern aus eigener Erfahrung schon Geläufigem, was ebenso mit der vorhergehenden Absicht(ν̈αέ¶ωάω, ihnen einen Trost, der ihnen noch fehlt, erst zu geben, als mit der späteren Behauptung ZTalexbv 0?0ah Letzteres erinnert auch Kämpf strei- ten möchte. Ich bin also ebenfalls für die Ergänzung 10576 ott. Die so für sich allein stehende Aussage: ν ο*⁴υμφνμνσοςασἀ ονμραοαe επotavras oaxgévreg ist auch so voll genug. Sie soll den Hörer durch den Blick ins eigene Leben an die Erfahrungsthatsache erinnern: τ⁴⁶‿ε ˙ο2ειοσνν Toνον ενπτςπ tac, und ihn so für die Annahme der folgenden Trostgedanken empfänglich machen.

Kal olc Svεννανsα τeẽ ν οςα Ʒd zat urseusha dνeuοjE. Das Räthsel dieser Stelle, ohne dessen Lösung die ganze erste Gedankenreihe dieses Theiles nicht genügend verstanden werden kann, liegt in der für die beiden Verba aufzufindenden Ergänzung, die in beiden die Prae- position&y erfordert. 1) Fragen wir die Worte, so scheinen sie uns zunächst den Begriff Sενα dar- zubieten. Aber wenn derselbe auch als Ergänzung für sveν⁶ανsat statthaft wäre, so ergäbe er doch, mit cvts Aeui verbunden(im Leben enden), eine weder logisch haltbare, noch hier durch besondere rhetorische Erfolge zu entschuldigende Vorstellung. Da nun dieses Wort seiner eigenen Stellung wie der Beschaffenheit der ganzen Stelle gemäss, für beide Verba als Ergänzung gelten müsste, wenn es überhaupt ergänzt werden müsste, so zeigt die Unanwendbarkeit desselben für den einen Fall, dass der Schriftsteller diesen Begriff in keinem von beiden Fällen als Ergänzung gedacht haben könne. 2) Fragen wir nun die Worte abermals, so ist olc das nächste Wort, welches den gesuchten Ergänzungsbegriff darbieten zu können scheint, wenn es nämlich sächlich genommen und der Dativ, als von den folgenden Compositis regiert, durch ev olc gedeutet wird. Nur darf diese Annahme nicht etwa auf die willkührliche Weise des Abresch ausgeführt werden, welcher τοενυονο das entfernte ériaravra denken und herausbringen will:norunt, quibus rebus et felicem vitam agere et felicem sortiri vitae exitum contingat ein Resultat, in welchem ja doch mehr liegt(das zweite felicem) als die Ergänzung ergiebt, und welches auch so noch keinen befriedigenden Gedanken dar- böte. Vielmehr könnte unsere Annahme, den beim Ergänzungsverfahren einzuhaltenden Grundsätzen gemäss, nur die Ausführung gewinnen, dass aus dem vorigen Gliede ldyανσmν Buch hinter zalt als regierendes Verbum festgehalten und der ganze Relativsatz mit andern Worten ein vor olc zu denkendes roötcv als zweites Object des Adõωπχπmꝶyenommen würde. Dann ergäbe sich als Sinn des ganzen Satzes: Diejenigen sind vom Glück bevorzugt, welche des würdigsten Endes, wie diese hier jetzt, und solcher Dinge, Verhältnisse, Güter(roërcoν) theilhaftig wurden, in welchen sie zu solchem Einklange war ihre Lebensfrist abgemessen zugleich ihr Glück und ihr Ende hatten; so also, dass sie, ohne eine uera,5o⁴h oder ⁴ᷣꝝοασεα(cf. 43, 3) ihres Glückes zu erleiden, dasselbe bis in den Tod fortgenossen. Das entspräche dem solonischen, auch von Sophocles geschätzten und an den Schluss seines Königs Oedipus gestellten Gedanken. Damit nun ware im zweiten Gliede nicht wieder von dem Vorzug die Rede, der gerade in der besonderen Art ihres Todes(fürs Vaterland edxperedο releνrisc) lag, sondern das wäre mit roοταμν oc gemeint, was in seinem Leben ein Jeder durch seine Zugehörigkeit zu solch einer Stadt an hohen Gütern genoss. Und damit wäre aller- dings der wesentliche Vortheil gewonnen, dass der Redner, allen seinen Hauptintentionen ganz ent- sprechend, auch den Trost der Eltern wieder an die Hauptgedanken der vorigen Rede angeknüpft,