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es ankommt. Eine sichere Erklärung kann nur durch Beachtung der in dem gesammten betreffenden Gedankencomplex vorliegenden Absicht des Redners gewonnen werden, welcher auch diese Worte nothwendig werden dienen sollen. Diese Absicht aber ist in dem bezeichneten Umfange unleugbar die: Geist und Wesen der athenischen Verfassung durch umfassende und zugleich auch charakteri- stisch unterscheidende Merkmale lobend hervorzuheben. Dieser Absicht entspricht zunächst der vor- ausgeschickte Gegensatz dνομ εν εροpatia xéxlrat, welchem offenbar der Gedanke zu Grunde liegt: dass der übliche Gattungsname„μμοναia(über dessen Währung cf. bei Krüger) nicht für den unterscheidenden Werth der athenischen Verfassung ausreichend sei, dass vielmehr die dem Na- men im Folgenden(uéreott ε etc.) entgegengestellte Sache in ihrem Wesen eine Modifikation des rein demokratischen Charakters enthalte. Diese Modifikation wird nun— dies ist offenbar die Summe der in uereote— vεxναοε⅜ folgenden Charakteristik— gesetzt in die Verbindung zweier entgegengesetzter Verfassungsprinzipien: einerseits des eben rein demokratischen Prinzips der in ausnahmsloser Algemein- heit geltenden Gleichheit vor dem Gesetz, andererseits des Prinzips der in ihrer Besonderung berechtigten individuellen Persönlichkeit. In der Art aber, wie der Lobredner diese Verbindung darstellt, macht sich das Streben geltend, ein jedes Prinzip gerade mit demjenigen Maasse von Nachdruck und Selbständig- keit, welches jedem in seinen Augen gebührt, dem anderen gegenüberzustellen. Daher das durch ε̈— Oè verbundene Satzpaar, und in dessen erstem Satze selbständig die Aufstellung des ersteren Prinzips ustsott zarà uey rodc vo uα ro Toov, dann gegenüber die des zweiten, aber in einer viel nach- drucksvolleren, umfassenderen und geflissentlicheren Darstellung: xzatâ ν deειαeνι— sx‿ντa: „Was andrerseits die Anerkennung anbetrifft, so wird jeder Einzelne in dem Maasse, wie er in irgend einem Stücke sich auszeichnet, nicht sowohl von Staats wegen, als vielmehr wegen Trefflichkeit zum Behuf des öffentlichen Wirkens bevorzugt; auch findet er, hinwiederum den Fall anlangend, dass er arm ist, wenn er dennoch etwas Treffliches dem Staate zu leisten vermag, in äusserer Unschein- barkeit kein Hinderniss, ein anerkannter Mann zu sein.“ Welcher Sinn erwächst nun aus dem dar- gelegten Zusammenhange für unsere im ersteren Satze stehenden Worte ràâ 0 à eopa? Sie sind die kürzeste Formel für das hierauf weiter ausgeführte Individualitätsprinzip, eine Formel, die so gebildet ist, dass sie dem Hauptausdrucke für das entgegengesetzte Prinzip xeo †o ον auf's Schärfste gegenübersteht. Denn dem 10, der Gleichheit oder Unterschiedslosigkeit, genau gegenüber stehn die dedgopa nnd können daher nicht Streitigkeiten oder Interessen, sondern nur Unterschiede(oder Vorzüge) bezeichnen; den at aber klar gegenüber steht das Attribut 70α und hat also hier nicht sowohl den Sinn des Privaten, den es nur den νιμκᷣᷣα oder zouvd gegenüber hat, sondern bezeichnet das den Individuen, den einzelnen Personen der Bürgerschaft im Gegensatz zu deren Gesammt- und Allheit Angehörende. Wir übersetzen also:„die den Einzelnen angehörenden Unterschiede(Vor- züge).“ 2) Aber wie? In dem ersten, wesentlich doch dem ersten Prinzip von uns zugetheilten Satze findet sich ebenfalls das zweite Prinzip und zwar schon hier den genauesten Gegensatz gegen jenes darstellend? Wozu also noch der zweite Satz? Ja, dieser Widerspruch scheint sich gar zu verdop- peln! Denn auch in dem zweiten Satz, der ausführlicheren Darstellung des zweiten Prinzips, wird ein schärferes Auge auch wieder Andeutungen des ersten Princips finden in den Wendungen 0bx dν u⁶.οσ, 0= ε‿ να& zevlav, da die in ihnen enthaltene Ausschliessung aller von Stand und Ver- mögen herrührenden Bevorzugungen im Staate, wenn irgend Etwas dem Prinzip der Isonomie ange- hört. So glichen denn also auch unsere Gedanken jenen wundersamen Bildwerken des Dädalos in Platon's Euthyphron? Und was vorher gelichtet und geschlichtet schien, wäre nun wieder in Dunkel- heit und Verworrenheit zerfahren? Nein, nur weiter noch Einen Schritt auf dieser Nebelbahn!— und wir gewinnen noch vollere Wahrheit als vorher. Was lehren denn, recht besehen, die aufgestellten


