Aufsatz 
Erläuterungen über den Gedankenplan des pericleischen Epitaphios, gegeben durch Erklärung betreffender Stellen
Entstehung
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steller unverkennbar in der letzten Periode des 39. Cap.: xatrot el 5xαος u. s. w. Denn nach Cha- rakterisirung der in der Erziehung waltenden Richtung auf die freie Entwickelung der Individualität führt ihn das von solcher Entwickelung hergeleitete Resultat, der selbstthätige Charaktermuth, sehr füglich, wie von selbst, zu den Charaktereigenschaften(T οe⁴) hinüber. Daher giebt er denn in dieser Periode der dν⁶οα ausdrücklich das Attribut-οαν, so dass auch dieses, wie vorher Srετνεομαα zur Erinnerung an die früher gegebene Disposition und als Wahrzeichen richtiger Abgrenzung dient. Und ein ferneres Zeichen dieser Art erblicken wir in dem letzten correlativen Gliederpaare dieser Periode, worin ganz nach demselben Verfahren, wie zwischen dem ersten und zweiten Theile das erste Satzglied ein das Vorige umfassendes Prädikat ausspricht: re robrotc r'fu rodeu déiav tva dasudeeod⸗oæt, während das zweite Glied, dasselbe Prädikat zur Verbindung festhaltend, den neuen Theil kurz anmeldet: xal étt&ν mᷣ0e⁴2οωα. Diese gelenkartige Verbindungsform ist mit Bewusst- sein ausgeübt, da sie Thucydides an solchen Grenzpunkten seiner Gliederungen fast regelmässig an- wendet. Auch um solche, gar nicht kleinliche oder erklügelte Dinge aber hat der Erklärer sich zu kümmern, wenn er den oft versteckten Schöpfungsplan des Schriftstellers sicher herausfinden und so zu einer objectiven Analyse der Composition statt eigener Einfälle gelangen will. Jetzt wissen wir genau, dass Alles zunächst hierauf Folgende von Thucydides als ο⁴ gefasst wird. Näher ist der Umfang dieses Begriffes der Ankündigung dem Umfang des dritten Theils gemäss folgender: 1) Liebe des Schönen, gepaart mit echter Geschmacksnüchternheit. 2) Sinn für Bildung, verbunden mit un- verweichlichter Kraft. 3) Angemessene Würdigung des Reichthums ohne herabwürdigende Beur- theilung der Armuth. 4) Gleiche Meisterschaft ebensowohl für häusliche Verwaltung und Privat- erwerb, als für Pflege oder Beurtheilung der öffentlichen Angelegenheiten. 5) Besonnenste Refle- xion im seltensten Bunde mit unmittelbarster Kühnheit. 6) Aufopferndes Wohlthun für Andere und dennoch kein engherziges Zählen auf Dank. 7) Alles in Allem: die reichste Vielseitigkeit der persönlichen Virtuosität.(Dies Alles in 40 41, 1). Worauf das Schlussjuwel dieser strahlenden Kette schon selbst hinleuchtet: die ganze Zusammenstellung arbeitet auf den Eindruck eminentesten Charakterreichthumes und Charakterumfanges hin, und auf diesen Eindruck ist diejenige Weise der Anordnung berechnet, dass immer je zwei einen Gegensatz bildende Vorzüge paarweise verknüpft sind. D. Den Schluss dieses 3. Absatzes hat wieder Thucydides da, wo wir ihn angenommen haben, auf's Deutlichste markirt durch ein den beiden schon betrachteten Uebergängen ganz ähnliches Mittel (41, 1 zu Ende): xaαb ιτ ο⁶ ⁴⁶̈ ωαμυμν ενντ τές τᷣαονεε ν⁴eμποα rdde nu⁴oν, So†oονεσν* εεα, ad y döuauec rijc r6deα,]u dr rdν⁵ε riνντοιπων exr»dεa, ouuaduee. Denn hier haben wir noch einmal den das Vorige wieder zusammenfassenden und abschliessenden Begriff To6oc und damit in Verbindung den das Neue ankündigenden Begriff adrh* duanec. Was solchergestalt abgeson- dert wird, die hier folgende Lobpreisung der als Resultat des Vorigen bezeichneten Machtgrösse Athens(bis 41 zu Ende) muss somit als ein vierter Theil und zwar als das angemessenste Schluss- glied unseres ganzen, oben angekündigten Abschnittes betrachtet werden. Man wird jetzt auch dieses Glied schon in jener Ankündigung angedeutet erkennen darin, dass es dort nicht heisst: ola xr*- deuα ⁷υ éoe zad ola rolereia ete., sondern: dg olac értr»eναεαοςα*σ◻⁵μέιον εσαν adrà xal ue*' olac Hsrdäza srévero, nämlich die Macht, so dass diese selbst zum Endaziel des ganzen Abschnittes ge- macht wird, was sich dann hinten bestätigt. E. Ueber die Reihenfolge der nun nach Grenze und Inhalt betrachteten Theile bleibt nur das noch zu bemerken, dass Thucydides durch diese hin ein genetisches, also auf dem Causalnexus beruhendes Anordnungsprinzip verfolgt und darum so ordnet: zuerst als die nothwendige Grundlage alles Uebrigen die Verfassung, sodann, aus ihrem Geist ent- sprungen, die gesammte Lebensrichtung der Individuen, hierauf, durch beide bedingt, die Charakter-

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