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cum vitae cultu et animo liberaliori cap. 39. et 40. init.— d. liberalitatis; ea cernitur a. in infimis civium a re publica non alienis;. in conjunctione Atheniensium cum aliis civitatibus cap. 40.— Indem nun durch ein derartiges Analysiren mehr der Eindruck einer zufälligen Gestaltung erzeugt wird, geht das Gepräge absichtsvoller Kunstgestaltung verloren, das zum Wesen dieser Rede gehört. Auch darum muss hier— und zwar unter Anleitung der obigen drei Eintheilungsbegriffe und der sonsti- gen von Thucydides hingestellten Wahrzeichen,— seine eigne Gestaltung dieses Abschnittes nach Inhalt, Maass und Reihenfolge der Glieder ermittelt werden. Zugleich haben wir hiermit die Fort- setzung dessen, was zu Cap. 36. unter osohuat begonnen ward. Jetzt zur Sache! A. Zuerst wird unter dem angekündigten Begriff ⁴erela die Form und der Geist der Staatsverfassung in Cap. 37- abgehandelt, jedoch nur bis zu den Worten dgaueig zeεxαοοεα. Hierauf nämlich folgt ein zweithei- liger correlativisch(ré— zα⁴) geformter Satz, dessen erster Theil das über die xsih Gesagte in Ein Resultat recapitulirend zusammenfasst: S4eνέμαα έ â rs οςα, voν treuoμᷣn. Der zweite Theil des Satzes dagegen zal c τmννði x⁴νςοα ꝗοοωονrνν νανο üμ‿αν εᷣντduνν⁴rν bνoia u. s. w. hat offenbar mit der Vexfassung nichts mehr zu thun, da sein Inhalt in die persönliche Le- benssphäre des Individuums fällt, so jedoch, dass die auf dem Gebiet der Staatsverfassung waltende Freiheit durch das gemeinsame 4eν⁵εέοςα 0auch auf dies neue Gebiet ausgedehnt wird. So haben wir denn in diesem Satze mit seinen zwei Theilen(37, 2) gleichsam das Gelenk, durch welches an das erste Glied des gesammten Abschnitts das zweite innig sich anschliesst. B. Gehen wir nun zur Betrachtung des letzteren über. Wir finden von 37, 2 an dargestellt: 1) das freie Walten der Indi- vidualität im persönlichen Leben der Athener, a. nicht eingeschränkt durch Engherzigkeit herrschen- der Vorurtheile oder Sitten(37, 2), b. wohl aber eine innere Schranke gegen jede Ungesetzlichkeit findend in den ungeschriebenen Gesetzen und der sittlichen Scheu des Individuums selbst(37, 3); 2) die dem Individuum durch die allseitigste Ausstattung des Lebens dargebotene Befriedigung, deren wesentliche Mittel sind: a. die Gaben einer mit der Kunst(dꝓταυ)) verschwisterten Religion, b. die Annehmlichkeiten geschmackvoller Häuslichkeit, c. die Früchte des ergiebigsten Weltverkehrs(c. 38.); 3) die freie Entwickelung des Individuums, die, von den Athenern allen zwangsmässigen Verwal- tungs- und Erziehungsmaximen vorgezogen, den freien, auf individueller Selbstbestimmung beruhen- den Charaktermuth zu Schutz und Trutz wider alle Feinde reichlich erzeugt(39). Diese ebensowenig unter den Begriff von οο(Charaktereigenschaften) wie unter αteia gehörenden drei Stücke müssen das oben unter Sre*εοασς Befasste sein. Fassen wir nämlich diese Stücke selbst zusammen, so ergiebt sich als die ihnen allen gemeinsame Sphäre: das Leben des Individuums, näher die in solchen drei Momenten sich bestimmende, wie äussernde Eigenthumlichkeit der gesammten Lebensrich- tung des Individduums. Und gerade dieser Begriff der persönlichen Lebensrichtung ist es, in welchem Thucydides das Wort srtmsνσ⁷ auch da gebraucht, wo er es noch einmal anwendet: in VII. 86., das Geschick des Nicias beklagend, jxæαια deεoc dνrνυντ ε uν Eidsue ες rodro dotuftar dgoιτειασαναᷣ ded ägavr s dosrhu vsvodueu Sneridesdeν.. Und so hat denn auch entschieden Thu- cydides zu Anfang dieses besondern Abschnittes mit dem an encrievc erinnernden Worte sery- dsöhara uns ein Wahrzeichen zur richtigen Abgrenzung seiner Gliederung setzen wollen; wobei er übrigens aus logischem Grunde an der zweiten Stelle den schon des Plurals wegen concreteren Ausdruck wählte, weil er hier beginnt, die einzelnen Momente, Thatsachen, Aeusserungen der Le- bensrichtung— das sind eben die srz⁵αte— darzulegen, während es ihm an der ersten Stelle nur um die Bezeichnung des diese Concreta umfassenden abstracten Begriffes zu thun sein konnte.— C. Nun zum dritten, nothwendig für die%πποο übrigbleibenden Theile. Er ist zunächst nach vorn hin genau im Sinne des Thucydides abzugrenzen. Den Uebergang zu diesem Theile macht der Schrift-


