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gekommen. Unwillkürlich schaudernd naht sie ihm und sinkt bei seinem Anblick schluchzend in die Knio: „... Und das für mich— für mich!“
Während sie leise weint, öffnen sich Rudels Augen, erblicken sie, leuchten auf, und ein Lächeln umspielt seine Lippen. In tiefer Rührung sieht es Melissinde:
„O dieses Lächeln! Müsst' ich mir gestehen,
Dass ich durch eigne Schuld es nicht geschen!“ Bruder Trophime wendet sich zu ihr:
„Gezweifelt hat er niemals, dass Ihr kämt.
Er hört nicht mehr, verstummt ist seine Rede,
Tot schien sein Aug'— und hat uns doch beschämt..
Es war Rudel, der Euch zuerst erspähte!“—
„Aber so wenig wie er haben wir an Eurem Kommen ge- zweifelt— trotz der Reden des Genuesen“ versichern jetzt die Matrosen. Und Melissinde und Bertrand müssen hören, wessen Squarciafico sie vor dem Prinzen bezichtigt. Als Trophime be- ruhigend erklärt, dass der Prinz den schnöden Ankläger nicht mehr habe hören und verstehen können, da öffnen sich Joffroy's Lippen zu den ersten Worten:
„O doch, ich hörte alles!“
Melissinde graust es, sie faltet die Hände: „Barmherz'’ger Gott, was habt Ihr denken müssen?“
Und Joffroy fährt leise und voll heiterer Ruhe fort: „Ich dachte, was für Narrheit will der wissen, Der Bösewicht? Doch blieb ich still, ganz still. Jeh wusste: die Prinzessin kommt gefahren,
Die Silben sind gezählt— ich will
Für sie den letzten armen Atem sparen!“
———„Ich hört' ihn nicht allein— ich sah Zugleich, und sonderbar: ich fühlt', ich wusste Gewiss, dass ich hinüberblicken musste
Unfehlbar, unverwandt!— Wenn das geschah,
Dann musst' der stumme Blick mit magischen Gewalten Euch zu mir ziehn— ob Ihr auch festgebannt
Von einem Zauber wärt zurückgehalten!“—
In den rührendsten Worten, mit einer Milde, die schon an


