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zu erzeugen, die den ſchwingenden Teil zurücktreibt. Dieſe Kraft muß durch den Strom hervorgebracht werden und dazu eignet ſich der Elektromagnetismus, der den ſchwingenden Teil als Anker anzieht. Nach dieſer ſynthetiſchen Erzeugung des Apparates, die dem Gang der Erfindung entſpricht, kann natürlich die genaue analytiſche Beſchreibung eines Apparates von ſpezieller Conſtruktion erfolgen, die dann, die zum Verſtändnis nötigen Begriffe, wenn auch in unbeſtimmter Faſſung, bereits vorfindet.
Vermutungen und Hypotheſeu.
Die cauſale Erklärung erforderte die Aufſtellung gewiſſer Vermutungen über nicht beobachtbare Einzelheiten, weil nur dadurch eine urſächliche Verbindung des Beobachtbaren zu erreichen war. Die Vermutungen bezogen ſich alſo auf Thatſachen, es waren geiſtige Anticipationen derſelben, und waren dann entweder nach Herſtellung entſprechender experimenteller Bedingungen unmittelbar als Thatſachen wahrzunehmen, oder ſie entzogen ſich der unmittelbaren Beobachtung, waren jedoch aus gewiſſen Er⸗ ſcheinungen mit Sicherheit zu erſchließen. Die Thatſache, daß die Luft Gewicht habe, war auf Grund des Torricelliſchen Verſuchs zunächſt nur erſchloſſen, aber mit der Wage, wenn man in eine angehängte luft⸗ leere Glaskugel die Luft ſtrömen läßt, unmittelbar zu beobachten.
Daß die Geſchwindigkeit fallender Körper proportional der Zeit wachſe, war durch die Feſtſtellung der Fallräume an der Fallrinne von Galilei als die richtige Vorausſetzung erſchloſſen worden, aber mit der Atwoodſchen Fallmaſchine läßt ſich dieſe Thatſache beobachten.
Es giebt aber auch Thatſachen, die niemals in der unmittelbaren Wahrnehmung gegeben werden können und daher immer nur erſchloſſen ſind. Daß die Erde rotiert, entzieht ſich der unmittelbaren Wahrnehmung. Dieſe Thatſache wurde nur aus aſtronomiſchen und phyſikaliſchen Erſcheinungen, wie dem Foucaultſchen Pendelverſuch, mit Sicherheit erſchloſſen.
Ebenſo war die Zuſammenſetzung des weißen Lichtes aus Spektralfarben nicht unmittelbar wahrzunehmen und daher kam es, daß dieſe Thatſache vielfach wie von Göthe und Schopenhauer angezweifelt werden konnte.
Die cauſale Analyſe zerlegt die Erſcheinungen nach dem Verhältnis von Urſache und Wirkung, indem ſie zeigt, wie die Erſcheinungen die Urſachen anderer ſind und die Folgen aus anderen. Damit iſt in⸗ deſſen die Erklärung nicht zu Ende, ſondern das Erklärungsbedürfnis iſt erſt vollſtändig befriedigt, und die Analyſe iſt erſt dann zu Ende, wenn ſich alle Erſcheinungen nach dem Schema der Subſtanz und Cauſalität auseinanderlegen laſſen. Von jeher iſt dieſes das Ziel aller mechaniſchen Naturerklärung geweſen, daher iſt es begreiflich, wie Descartes, der alle mechaniſchen Vorgänge nach dieſem Schema als Stoßwirkungen aufzufaſſen ſuchte, kein Verſtändnis für die von Galilei gegebene Ableitung der Fallgeſetze hatte. Er tadelt, daß Galilei, ohne die erſten Urſachen der Natur zu betrachten, nur die Gründe einiger beſonderen Erſcheinungen geſucht, und ſo ohne Fundament gebaut habe. Es kommt alſo darauf an, alle Erſcheinungen zu begreifen als entſtanden aus der Bewegung und Wechſelwirkung der Subſtanzen. Damit drängt die Erklärung zur Aufſtellung von Vermutungen über die Subſtanz, die den Erſcheinungen zu Grunde liegt, und zu Vorausſetzungen über Kräfte, die zwiſchen den Subſtanzen wirkſam ſind. Dieſe Vorausſetzungen bilden den Inhalt der Hypotheſen. Aber die in Geltung ſtehenden Hypotheſen über die Aggregatzuſtände und die Atome über Wärme, Licht und den Aether haben nicht die vornehme Bedeutung von Voraus⸗ ſetzungen über ein abſolutes Sein, ſondern es kommt denſelben, falls dieſe Vorausſetzungen richtig ſind, der gleiche Wirklichkeitscharakter zu wie der wahrnehmbaren Körperwelt. Sie liegen im Gebiet eventueller ſinnlicher Wahrnehmbarkeit, wie etwa die Polargegenden oder des Erdinnere oder die Mondoberfläche, demnach würden bei hinreichender Verſchärfung der Sinnesorgane die Atome und der Aether wahrnehmbar


