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ſetzung ausgeht, daß jener Erfolg der àdezuix, welcher zur Verherrlichung Gottes ausſchlage, nicht auf Rechnung des Sünders komme und alſo auch nicht zu deſſen Rechtfertigung dienen könne.
Aus dem Bisherigen geht hervor, daß der Beweis jenes ½)„ε◻ννιτο V. 6 erſt mit V. 7 und S ab⸗ geſchloſſen erſcheint, und daß daher dieſe letzteren Verſe als weſentliches Glied der Beweisführung zu be⸗ trachten ſind. Wie dies der Zuſammenhang außer Zweifel ſtellt, ſo deuten auch theils die einander ent⸗ ſprechenden Begriffe Oνe,*εννια, zoiεα, theils die Anknüpfung des 7. Verſes durch„ao entſchieden
darauf hin. Die Kraft des Beweiſes können wir alſo erſt hier, wo wir das Ganze zu überſchauen ver⸗
mögen, hinlänglich würdigen. Wenn Rückert in ſeinem Commentare zum Brief an die Römer(2. Ausg. S. 144) die Argumentation des Apoſtels V. 6 eine„ſchwache“ nennt, ſo dürfte ſich dieſes Urtheil wohl nur auf Mißverſtändniß nicht bloß der genannten Stelle, ſondern namentlich auch der beiden folgenden Verſe gründen, ein Mißverſtändniß, welches freilich keineswegs auf Rechnung dieſes ſonſt ſo ſcharfſinnigen und gründlichen Auslegers allein kommt. In der That wüßten wir nicht, wie der Apoſtel den Satz, daß
Gott in dem Verhängen ſeines Zornes über die Adl« der Juden gerecht erſcheine, uͤberzeugender als in
Form des vorliegenden apagogiſchen Beweiſes darthun konnte. Aus der Annahme der entgegengeſetzten Behauptung, die wir durch enel 110. 1. 1. angezeigt fanden, zieht er eine Folgerung, die ſchon an ſich betrachtet als unſtatthaft, durch das V. 7 und 8 Bemerkte jedoch als völlig widerſinnig anerkannt werden mußte. War nun aber die Folgerung widerſinnig, ſo war auch die Vorausſetzung widerſinnig, und es ergab ſich alſo mit logiſcher Nothwendigkeit, was bereits durch„„rotro ausgeſprochen war, daß nämlich Gott, indem er über die Untreue der Juden zurne, nicht etwa ungerecht, ſondern vielmehr vollkommen gerecht erſcheine, ſo ſehr auch dieſe 0αi der Juden, wie die 20zα der Menſchen über⸗ haupt(vgl. das Citat V. 4), nach höherer Veranſtaltung dazu dienen müſſe, die göttliche 0κσάαιοσν nur deſto heller ins Licht zu ſtellen.
Nach dieſen Erörterungen kommen wir denn zum 9. Verſe, deſſen Erklärung den Auslegern, weil ſie den Sinn des Vorhergehenden anders faßten, nicht geringe Verlegenheiten bereitet hat. Angeknüpft durch 1 00*; zeigt dieſer Vers, daß aus dem Vorhergegangenen eine Folgerung gezogen wird. Ob nun das ſchwierige 1r00 ν,ο⁷ιαἀχ, wenn es nach einer der gewöhnlichen Erklärungen gefaßt wird(ſ. de Wette z. d. St.), eine im Zuſammenhange wirklich begründete und dem Sinne des Ganzen entſprechende Folgerung enthalten könne, mag hier ganz unerörtert bleiben. Zunächſt nämlich haben wir nur zu unterſuchen, wohin der wenigſtens theilweiſe neue Weg, den wir zur Erklärung unſeres Abſchnittes einſchlugen, bei conſequen⸗ ter Verfolgung führen müſſe. Betrachten wir zunächſt die Formel 1 0„; ſo können wir dieſe auf nichts Anderes, als auf den zuletzt bewieſenen Satz beziehen. Aus der Partikel 00„ ergänzen wir daher vor ooeν⁴εενα den Bedingungsſatz: al dirα⁶s dorty ϑ⁴ιειε εέπαιινειοουνq ꝙν,σeσνν Offeubar iſt nun in der Frage„οãGχꝙGεσα˙ ein neuer Einwurf enthalten, bezüglich auf das V. 1 angefangene Thema von dem Vorzug der Juden und dem Nutzen der Beſchneidung und gefolgert aus dem Satze, den der Apoſtel von V. 6 bis S entwickelt hatte. Fragen wir aber nach der Bedeutung von 200 ½ οα, ſo weit ſie durch den Sprachgebrauch beſtimmt zu erweiſen iſt, ſo kann hier, da 11006 ½6 ιιέ α abſolut ſteht, wohl nur von einer einzigen Auffaſſungsweiſe die Rede ſein, und dieſe beſteht unſerer Anſicht nach darin, daß wir das Wort im paſſiven Sinne nehmen, wobei es ganz gleichgültig bleibt, ob wir als active Con⸗ ſtruction die gewöhnliche Verbindung mit dem Genitiv oder die ſeltnere(ogl. als Beleg zu der letzteren Xen, anab. III, 2, 19) mit dem Accuſativ der Perſon annehmen, da in beiden Fällen(pgl. über den er⸗ ſten Winer Gramm.§. 40. 1. S. 301) das perſöuliche Objeet bei der paſſiven Conſtruetion zum Sub⸗
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