— 11—
gleichmäßig auf„trouœt bezogen ſind, aus dem Vorhergehenden Etwas zu wiederholen. Daß man zur Erklärung des Satzes theils unnöthige Ellipſen angenommen, theils Conſtructionen verſucht hat, welche hier, wo nicht völlig unmöglich, doch mindeſtens überaus hart und gezwungen erſcheinen müſſen, iſt viel⸗ leicht nur darin begründet, daß man die invertirte Stellung von aig d.νααοτ,&OH nicht recht beachtete und demgemäß auch z ⁄) nicht im Sinne einer erläuternden Antitheſe nahm. Man ſieht übrigens auch hier, wie wichtig es iſt, bei Erforſchung des Sinnes überall die Wortſtellung ins Auge zu faſſen, und wenn dieſe Forderung bei ſolchen Schriftſtellern, deren Darſtellung ſich durch prägnante Kürze auszeichnet, un⸗ ſtreitig eine erhöhte Bedeutung hat, ſo ſcheint ſie uns namentlich für die Erklärung der pauliniſchen Briefe wichtig und mehr als bisher einer genauen und ſorgfältigen Beachtung werth.— Gegen die von uns vor⸗ geſchlagene Auslegung ließe ſich nun freilich noch ein wichtiger Einwand machen. Der Satz: 24⁹8 21⁰mν86 α, könnte man ſagen, ſei unpaſſend und ſtörend, indem der Gedanke: örει ττοινν⁶υ³νευν ετ vcad, Iy ⁸ν⁵m ½α eσ lediglich als Rechtfertigungsgrund für das edναα(= d601zic) gemeint ſei, im Sinne der Frage alſo, deren Hauptgewicht doch wohl auf dem Begriffe 1d eναἀα ruhe, keineswegs als etwas Verwerfliches gelten ſolle, während er doch durch den Satz: 2α⁴ς¶ ⁸μάαόσηιοαηιεεα deutlich als verwerflich bezeichnet werde. Zur Beſeitigung dieſes Einwurfs müſſen wir jedoch auf den Unter⸗ ſchied der Subjecte in„⁴e αέυοιιαα und*2αας μασηιοασιμεοᷣα hinweiſen. In dem erſten Satze nämlich iſt 2„, wie wir oben nachwieſen, unſtreitig nur fingirtes Subject; in dem zweiten Satze dage⸗ gen iſt das in 1aαρσρη⁴ααοα⁴ιακερᷣα liegende muis als wirkliches Subject, bezüglich auf den Sprechenden und die mit ihm Gleichgeſinnten d. i. bezüglich auf Paulus und die Bekenner des Evangeliums, aufzufaſ⸗ ſen. Nun müſſen wir freilich einräumen, daß nach ſtreng logiſcher Auffaſſung der Gedanke: 26„-8 31αερσνααοσmσ⁵εεεα da er von Seiten des Redenden ſchon ein entſchieden verwerfendes Urtheil ausſpricht, allerdings nicht ganz an ſeiner Stelle ſein dürfte. Sollte nämlich der Grundſatz: ö1ιƷτιm tʒν „rd. 1. 1., den die fraglichen Worte als läſternde Nachrede und mithin als durchaus verwerflich be⸗ zeichnen, für die dezta auch nur ſcheinbar als Rechtfertigung gelten, ſo mußte ihn Paulus genau genommen ohne Beimiſchung einer eigenen Anſicht d. i. in reiner Objectivität hinſtellen. Wir kön⸗ nen ſogar noch einen Schritt weiter gehen und zugeben, daß die Worte: 24.ς̈¶ςειμαάααόαρμμοωμέμηα gegen⸗ über dem Satze: 6* 10 701⁴α ε ⁴ιά⁴κ ozt, der das Urtheil des Apoſtels ohnehin klar genug ausſpricht, völlig entbehrlich ſcheinen. So wenig wir aber dies Alles einzuräumen Bedenken tragen, eben ſo wenig glauben wir doch anderer Seits in Abrede geſtellt zu ſehen, daß namentlich in dem ungezwungenen Brief⸗ ſtyl die Darſtellung nicht immer nach ſtreng logiſchem Maßſtabe abzumeſſen, vielmehr dem Gefühle und der Stimmung des Redenden hinſichtlich der Aeußerung der Gedanken hier ein freierer Spielraum nt laſ⸗ ſen ſei. Von dieſem Geſichtspunkte ausgehend glauben wir, daß die Worte: 2.σές εμάαόσνηναμοσινμεα als proleptiſcher Ausdruck zu nehmen ſind, hervorgegangen aus dem Gefühle des Sprechenden, der einen Augenblick vergißt, daß er ſich wenigſtens in formeller Beziehung mit dem ſingirten Subjecte des Bedingungsſatzes identificirt habe und nur aus dem Sinne Anderer, welche etwa ihr ve quc in dieſer Weiſe zu beſchönigen ſuchen wuͤrden, die trotzig und läſterlich klingende Rede(V. 7 und 8) anführe. Em⸗ pört über das Frevelhafte des Grundſatzes, den er zu erwähnen im Begriffe war, und erregt durch den Gedanken, daß feindſelige Menſchen jene verabſcheuungswürdige Marime gerade den Bekennern des Cvan⸗ geliums verläumderiſch nachſagten, gibt der Apoſtel dem angefangenen Gedanken Line Wendung, die ur⸗ ſprünglich wohl nicht in ſeinem Sinne gelegen hatte, und ſtatt zu ſagen: 2⁴ du 7 nouijoas 7 Sae Dar àονmσ τα dyνα, wie es als ſynonym mit: 2⁴* ⁴νυ*ßG⁴⁵ς dincaos dem d duαs ſowohl der


