die Kraft dieſes Beweiſes zu würdigen, dazu iſt Zweierlei zu unterſuchen: erſtens, auf welchem Worte des Satzes: e&neh 2α‿ςνιυσ☚ε ν. 1. 2. das Hauptgewicht ruhe, und zweitens, wie V. 7 und 8 als Be⸗ gründung jenes Satzes zu faſſen ſeien. Was die erſte der beiden Fragen betrifft, ſo findet dieſe, wie wir glauben, auf rein grammatiſchem Wege ihre Erledigung. Aus der invertirten Wortſtellung nämlich geht auf das Klarſte hervor, daß kein anderes Wort als 0e der betonte Begriff ſein kann. Iſt dies alſo weder ⁴eςρ, noch ⁶eννπισςσοσν, ſo ergibt ſich, daß die ganze Beweisführung des Apoftels auf jenes„90e geſtützt iſt. Wir fragen nun zunächſt, was der Ausdruck„Oleν τ⁶νν2ε⁴ςσον an ſich bedeute. Offenbar bezeichnet er, abgeſehn von irgend einem beſtimmten Zuſammenhange, nichts Anderes, als über Seligkeit oder Unſeligkeit der Menſchen ein entſcheidendes Urtheil fällen. Dieſes Urtheil aber beruht weſentlich dar⸗ auf, daß die dκαιοαν als Jaεκααοσν und die Adewte als ⁵νeεα dargeſtellt und Beides mit dem ent⸗ ſprechenden Lohne vergolten wird, die deααοοσν mit der S edrtos, die Adeulc dagegen mit der 6O(ꝗ== dKr⁴εεα. Nach der ethiſchen Beſchaffenheit der zu Richtenden iſt demnach das göttliche 2bi- „ety von doppelter Art: ein„νοοσπQ⁸ für die Einen(die diναααοι), ein cœεεεανινειν(τιταεινέεεε* für die Anderen(die à⁶α⁹. Beides, das C0,T01T“ und das œεαοενεεν, iſt dem fraglichen Begriffe gleich weſentlich, ſo daß mit der Aufhebung des einen oder anderen Momentes der Begriff ſelbſt als auf⸗ gehoben erſcheinen würde. Unſtreitig nimmt nun Paulus den Ausdruck 7Obνεαε τιν½ τἀͥ ενν hier in keinem anderen Sinne, als in dem eben entwickelten.„Wie könnte wohl,“ will er ſagen,„wenn Gott in dem Verhängen ſeines Zornes über die diαl« der Juden nicht vollkommen gerecht erſchiene, uͤberhaupt noch davon die Rede ſein, daß Gott uͤber Seligkeit oder Unſeligkeit der Menſchen ein entſcheidendes Urtheil fälle?“ Die Frage iſt, wie man leicht bemerkt, eine rhetoriſche(= ſonſt könnte ja Gott offenbar die Welt nicht mehr richten); es darf aber bei Erklärung des Satzes nicht unerörtert bleiben, warum gerade der Begriff„εε durch invertirte Stellung als der betonte bezeichnet wird. Ohne Zweifel will Paulus durch denſelben einen Gegenſatz andeuten und zwar einen ſolchen, der darauf abzweckt, die Ungereimtheit der in der Frage liegenden Folgerung deſto greller ins Licht zu ſtellen. Wie aber finden wir dieſen Ge⸗ genſatz, deſſen Ermittelung für das gründliche Verſtändniß der Stelle nicht ohne Bedeutung iſt? Natürlich kommt es hierbei vor Allem auf den Zuſammenhang an, und namentlich ſind es die Worte: G Srισσέον Dn drν õ(ergänze:„ſuufy d 1 G⁴ι⁶α), die uns auf die richtige Spur leiten müſſen. Iſt nämlich, ſo ſchließen wir, der Begriff 00 parallel mit 1.τι⁴οα, ſo iſt auch der Ausdruck Srti—εᷣοενυν νν do- 77„ parallel mit cœu αννεένν und hat folglich an dem Begriffe Coοrrotet“ ſeinen Gegenſatz. Nun hatten wir ſchon vorher auf die bedeutſame Inverſion in den Worten: 6 ενπνέωον mννςo⁶eφν hingewieſen und namentlich augedeutet, daß dieſe auch zu dem zu eret gehörigen Ergänzungsſatz anzunehmen und mithin zu den Worteun: el&.ιια 6r ⁶ mdς d Srε†ςσ Tn„ 6„„ν(ergänze:„ dd⁴ 1ν iναeν) als Gegenſatz: 2½ 1⁰° 1⁴οeς νπ 1„ SCενυνmααμε dôtzοες dot» ebenwohl zu ſuppliren ſei. Faſſen wir alſo das Geſagte zuſammen, ſo können wir nicht zweifelhaft ſein, wie wir die Frage: 2nrel 11 z0 re! 0 0 76“» 20ιν mit Ruckſicht auf den in der Inverſion von zotvet liegenden Gegenſatz zu beantwor⸗ ten haben. Es ergibt ſich nämlich dann als die dem Sinne des Apoſtels entſprechende Antwort: ou 107„ d* 101⁴ι mι, ‿-0οποm⁶σαόι μαἀιω„⁴νυαο 2 ν 2601 AM²πιι(⁴ ον ωνα. Daß niun dieſe Folgerung den Begriff des Richtens, wie wir ihn oben entwickelten, geradezu aufheben wuͤrde, daß ſie mithin als eine dem ſittlichen Bewußtſein durchaus widerſtreitende und daher völlig verwerfliche erſchei⸗ nen müſſe, läßt ſchon an ſich betrachtet keinerlei Zweifel uͤbrig; wegen der Wichtigkeit der Sache aber füͤhrt der Apoſtel in den beiden folgenden Verſen ſelbſt den Beweis, daß ein Richten Gottes über die Welt vt
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