Aufsatz 
Die stadtrömischen Tempelgründungen der Kaiserzeit
Entstehung
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III. Chronik der Schule.

1. Schulzeit und Unterbrechung des Unterrichts. Gesundheitszustand.

In diesem Schuljahre, das am 26. April erôffnet wurde und am 3. April geschloſsen werden wird, ist, wie an den übrigen höheren Schulen Frankfurts, so auch an unserem Gymnasium mit höherer Genehmigung zum ersten Male der Vormittags-Unterricht auf fünf Stunden ausgedehnt worden. Die übrigbleibenden Lektionen, vorzugsweise natürlich die in den technischen Fächern, wurden auf die Nachmittagszeit zwischen drei und sechs Uhr gelegt.

Eine Umfrage bei den Eltern unserer Schüler, die im August vorgenommen wurde, hatte das Ergebnis, daſs die groſse Majorität(72%) sich für die entsprechende Zusammen- legung auch im Winterhalbjahr aussprach und demgemäfs wurde die Einrichtung bei der vorgesetzten Behörde befürwortet. Den unleugbaren Vorteilen dieser Stundenlegung stehen unbestreitbar nicht unerhebliche Mängel gegenüber. Es mag aber ausdrücklich hier bemerkt werden, daſs die erwarteten Klagen wegen Ubermüdung der Schüler durch den fünf- stündigen Unterricht bei der Schulleitung wenigstens nicht eingelaufen sind.

Der regelmäſsige Unterrichtsbetrieb erlitt in diesem jahre wiederholt Unterbrechung durch Erkrankung von Lehrern. Ihre Lehrstunden mufsten, abgesehen von kleineren Stör- ungen, aussetzen: Prof. Dr. Wolff an 6 Tagen, Oberlehrer Werner an 4 Tagen, Ober- lehrer Orth an 7 Tagen, Dr. Handwerck an 3 Tagen. Der Vorschullehrer Schultheis mufste wegen andauernder Magenerkrankung vom 6. September bis zum Anfang Januar vertreten werden. Im dritten Quartal wurde diese Vertretung dem Schulamtsbewerber Fr. Köpke übertragen.

Der Gesundheitszustand der Schüler war auch in diesem Jahre im ganzen ein normaler. Doch verlor die Anstalt zwei liebe Schüler durch den Tod. Kurz nach Pfingsten erkrankte der Obertertianer Adolf Seubert aus Java, ein überaus frischer und liebens- würdiger Knabe, der sich durch sein ganzes Wesen die warme Zuneigung seiner Lehrer und Mitschüler in gleichem Maſse erworben hatte, an einer heftigen Gehirnentzündung, die ihn nach wenigen Tagen hinwegraffte. Seine Klasse folgte seiner Leiche zum Grabe. Aufserdem wurde während der Sommerferien ein Schüler der 3. Vorschulklasse, Gustav Kuhn, der erst seit Ostern unserer Schule angehörte und durch seinen Lerneifer und sein gutes Betragen in der kurzen Zeit seines Schulbesuchs schon gute Hoffnungen für eine zukünftige Entwicklung erweckt hatte, nach längerem Leiden der Schule und seinen trauernden Eltern durch den Tod geraubt.