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gegenseitig für verrückt(Amph. 398 f.), Amphitruo hält die Erzählung der Alkmene für wirres Gerede einer Wahn- sinnigen, Sosias glaubt, sie rede noch in Traumphantasien (Amph. 693 f.). Juppiter, der in Amphitruos Gestalt Alk- mene versöhnen will, fragt auf ihren Entschluß, die Ehe zu scheiden, ob sie vernünftig sei(Amph. 923 f.). Den Euclio erklärt die Magd Staphyla(Aul. 68), dann auch Strobilus(Aul. 642) für verrückt. Als Phaedromus(Curc. 17) die Tür der Geliebten apostrophiert, zweifelt der Sklave an seinem Verstand: Caruitne febris te heri uel nudius- tertius Et heri cenauistine? Die Pseudo-Casina(Chalinus) wird(Cas. 629) als rasend geschildert, wie sie mit dem Schwerte in der Hand jeden angreift. Die Liebesleiden- schaft des Alcesimarchus(Cist 206 f., 284 f., 591 f.) steigert sich zu immer stärkeren Ausbrüchen mit Androhung von Mord und Selbstmord.
Doch bieten solche Stellen mehr Einzelheiten, neben- sächliche Bemerkungen ohne Einfluß auf den Gang der Handlung. Weit stärkere humoristische Wirkungen wer- den erzielt, wo der Dichter den Wahnsinn, zum Teil in recht realistischer Darstellung, in die Handlung des Stückes selbst verflochten hat. In den, Captiui“(547 ff.) sucht Tyndarus den Aristophontes als geisteskrank zu ver- dächtigen. um sein Zeugnis zu entkräften und so die Ent- deckung der List zu verhindern. Denn der treue Sklave hat die Rolle mit seinem Herrn Philokrates, der mit ihm in die Kriegsgefangenschaft der AXtoler geraten war, ver- tauscht, damit dieser als Bote zur Beschaffung des Löse- geldes in die Heimat geschickt werde. In der freudigen Erwartung, so auch seinen eigenen, von den Eleern ge- fangenen Sohn zurückzuerhalten, hatte Hegio die beiden Kriegsgefangenen gekauft und den vermeintlichen Sklaven in die Heimat entsandt. Zu seiner großen Freude hat er unter den Gefangenen seines Bruders in Aristophontes einen Landsmann und Freund des Philokrates entdeckt; ihn führt er jetzt zu jenem. Da kann nur die größte Schlauheit aus der Verlegenheit helfen: Tyndarus erzählt dem bestürzten Hegio, Aristophontes habe in der Heimat als tobsüchtig gegolten, er leide an Epilepsie und habe schon Vater und Mutter mit Lanzen bedroht. So hofft er den Alten in Furcht zu versetzen und von dem gefähr- lichen Aristophontes zu entfernen.„Siehst du nicht seine ergrimmte Miene? Jetzt heißt es, sich aus dem Staube machen; schon geht es los, die Tobsucht bricht aus; nimm dich in acht!“ Tatsächlich gelingt es ihm auch eine Zeit- lang, den Alten zu betören, als er ihm erklärt, dieser Mensch sei ebensowenig sein Freund wie Alkmaion, Ore- stes, Lykurg oder andere Narren. Und als Aristophontes über das unverschämte Lügenspiel des Sklaven entrüstet


