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der Ausdruck anim um despondere„in Ohnmacht fallen, das Bewußtsein verlieren“, da der Bewußtlose oder Irre sein Bewußtsein der Gottheit, die ihn ergreift und beherrscht, als Opfer hingibt; vgl. Plaut. Men. 34 Pater eius, postꝗguam puerum perdidit, Animum despondit eague is aegritudine Paucis diebus post Tarenti emortuost, wo Brix erklärt„geriet in Verzweiflung“, ferner Merc. 614, Mil 6, 1053. Welche Furcht der Römer überhaupt vor Erkrankungen gehabt haben muß, beweist am deutlichsten sein Segenswunsch beim Kommen und Gehen salue! ualel, mit dem er offenbar die Einwirkung böser Geister oder schädlicher Einflüsse fernhalten wollte, während die lebensfrohen Griechen sich ein zafee zuriefen. Auch die ältesten römischen Gebete und Bittgesänge erflehen von den Göttern die Abwendung schlimmer Krankheiten.— Um das Jahr 200 drang von Griechenland aus der Diony- soskult zuerst in Etrurien, von da auch in Rom ein und ergriff das ganze Volk epidemieartig, so daß sich infolge der Gelage, Nachtfeiern und Ausschweifungen, Bac- chanalien genannt, die gesamte Moral des Volkes ver- schlechterte und alle wie wahnsinnig tobten. Der Senat mußte einschreiten und die Beteiligung an diesen Feiern unter schwerste Strafe stellen(Livius, 39, 8 ff.). Das Senatus consultum de Bacchanalibus vom Jahre 186 ist uns noch heute inschriftlich erhalten(CIL. I. 196; Fontes iuris Romani antiqui ed. Bruns, 7. Aufl. von Gradenwitz, Tüb. 1909, I., 164 ff.).
Kein Wunder also, daß auch bei PLAUTUsS nicht nur die aus der griechischen Vorlage übernommenen Fälle von Geisteskrankheiten mit übernommen werden konnten, sondern dauernd nebenbei Anspielungen auf dieses Gebiet und ihm entnommene Ausdrücke eine Rolle spielen. Wo jemand irgend etwas spricht, was nicht sofort klar ist oder unmöglich zu sein scheint, da zweifelt man sofort an seiner geistigen Gesundheit: Hic homo sanus non est(Amph. 402), Sanan es?(Amph. 929, Cist. 666, Curc. 654, Men. 394, 738), Sanun es?(Asin. 385, Bacch. 566, Cas 232, Men. 818, Merc. 292, 489 usw.), Sanus tu non es, qui furem me uos (Aul. 769), Nam tu quidem hercle certo non sanus satis (Men. 312) usw. in allen möglichen Variationen bis zu den scherzhaften Umschreibungen: Iubeas, si sapias, poreulum adferri tibi(Men. 314), Elleborum(Nießwurz) hisce homi- nibus opus est(Pseud. 1185), Larude hunc atgque intempe- riae insanigaegue agitant senem(Anl. 642). Als Amphi- truo und sein Diener Sosias aus dem Kriege nach Theben zurückkehren, ahnen sie nicht, daß Juppiter und Mercur in ihrer Gestalt im Palaste weilten. Mercur und Sosias, die vor dem Tor zusammentreffen, erklären sich selbst


