9 len Kante dicht an die unteren Enden der 5 cm. langen Stücke. Zum Anſchrauben dienen Meſſing⸗ ſchrauben, deren Köpfe in die Lineale verſenkt werden.
Auf dieſe Art entſteht ein aufrechtſtehender, flacher Kaſten von 11 mm Tiefe, 7,8(— 10 — 2.1,1) cm lichter Breite und 35,4(— 30+ 0,4+ 5) cm Höhe; der Boden wird von dem Brett, die Seitenwände werden von den Linealen gebildet. Die beiden kleinen 0,4 cm breiten Spalten verſchließt man durch aufgeleimte Deckgläschen von 10 mm Kantenlänge.
Der Deckel dieſer Schachtel wird nun von Glasplatten gebildet. Man kann dazu die Glas⸗ platten unbrauchbarer Negative von 9 ✕ 12 em verwenden, denn eine einzige Glasplatte von der erforderlichen Länge iſt nicht eben genug, und, wenn ſie aus Spiegelglas hergeſtellt wird, zu theuer. Nur an der Stelle, wo der Spiegel hinkommt, ſtellt man zweckmäßig den Deckel aus einem Streifen Spiegelglas her. Um die Platten zurechtzuſchneiden, legt man zunächſt den Glimmerflügel mit Magnet und Spiegel ſo auf das Brett, daß die drei freien Ränder deſſelben etwa gleiche Abſtände von dem unteren und den zwei ſeitlichen Rändern des Kaſtens haben. Die Mitte des Spiegels wird dann ca. 12 cm über der Oberſeite des Fußbretts liegen, das die ganze Vorrichtung tragen ſoll. Die unterſte Platte, die auf dem Fußbrett aufſtehen ſoll, darf alſo etwa nur 9 cm hoch ſein, damit keine Fuge vor den Spiegel oder nahe an denſelben kommt. Vor den Spiegel kommt dann eine Platte aus Spiegelglas, die ca. 6 cm hoch iſt. Für den oberen Theil des Deckels kann man wieder gewöhnliches Glas nehmen, entweder eine Platte oder auch zwei, die zuſammen ca. 23 cm hoch ſind. Die Breite ſämmtlicher Platten ſoll 9 cm betragen, ſo daß, wenn man dieſelben auf den Kaſten deckt, auf den die Seitenwände bildenden Linealen jederſeits ein Rand von 5 mm frei bleibt. In dieſen Rand kom⸗ men kleine Meſſinghacken, die man in vorgebohrte, etwas zu enge Löcher einſteckt, ſo daß ſie über die Glasplatten übergreifen und ſie ſo feſthalten. Man ſtellt ſie aus kleinen, im rechten Winkel gebogenen Stückchen Meſſingdraht her, derer längeren(etwa 1 ½ em großen) Schenkel man ſpitz feilt.
Jede Glasplatte wird von 4 ſolchen Stiften gehalten, die in der Nähe des oberen und des unteren Randes ſtehen. Auf die ſchmalen Seiten kommen keine Häckchen, unten ſteht die unterſte Glasplatte auf dem Fußbrett auf, und der obere Rand der oberſten bleibt frei. Die Hacken brauchen die Glasplatten nicht feſt anzupreſſen; ſind die unteren Platten etwas dünner als die oberen, ſo kann man leicht ſämmtliche Platten nacheinander nach oben herausſchieben, wenn man den Kaſten öffnen will.
Iſt der Kaſten ſoweit ſertig, ſo kann man die Nadel aufhängen. Ein Coconfaden von 30 cm Länge wird in der Oeſe am Spiegel befeſtig und dieſer mit Magnet und Glimmerblatt wie oben beſchrieben, iu den geöffneten Kaſten ge legt. Dann fädelt man das freie Ende des Coconfadens in eine feine Nadel und zieht ihn mit Hülfe derſelben durch das Loch in der Mitte der oberen Schmal⸗ ſeite, bis der Faden ſich ſtroff anſpannt. Dann ſteckt man von außen ein Stück einer dicken Stahl⸗ oder Meſſingnadel in das Loch und klemmt ſo den Faden feſt. Dann ſtellt man das Inſtrument mit dem Fußbrett auf eine annähernd horizontale Tiſchfläche, ſo daß das Brett und die Glasplatten der Ceens des magnetiſchen Meridians parallel laufen. Sollte der Spiegel nicht in der gewünſchten
Höhe hängen, ſo faßt man das herausragende Ende des Coconfadens, lockert die ihn einklemmende Nadel und corrigiert den Fehler.
Zur genauen Einſtellung beim Gebrauch dienen 2 flache Holzkeile, wenn man nicht Stell⸗ ſchrauben anbringen will. Zunächſt muß, wenn der Apparat in der Ebene des magnetiſchen Meridians ſteht, das Glimmerblatt völlig frei ſchweben. Man erreicht dies, indem man vorn oder hinten unter das Fußbrett den einen Keil einſchiebt. Nun muß, wenn der Apparat richtig im Meridian aufgeſtellt war, das Glimmerblatt dem vertikalen Brett und der Glasplatte parallel genau in der Mitte zwiſchen bei⸗ den ſtehen. Man controliert dies, in dem man den Rand des Glimmerblattes durch die beiden ſeit⸗ lichen Fenſterchen betrachtet; beide Ränder müſſen in der Mitte der Fenſterchen ſtehen. Fehler corri⸗ giert man durch geringes Drehen des Apparats um ſeine vertikale Achſe. An der rechten oder linken Wand wird das Glimmerblatt bei dem großen Spielraum wohl kaum anliegen, will man ganz genau einſtellen, ſo ſchiebt man rechts oder links einen kleinen Keil unter, man muß dann aber auch den anderen Keil etwas nachſtellen.
Die Projection des Lichtzeigers auf die Scala geſchieht wie rvähmis
Das bewegliche Syſtem wiegt bei meinem Inſtrument etwas über 4 g, bei den angegebenen


