Aufsatz 
Grundzüge der kaufmännischen Architektur und ihre Behandlung im Unterrichte der Handelsschule
Entstehung
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tigste. Seit den ältesten Zeiten benutzt, wird es auch wohl der letzte Ausläufer dieser Transportart sein. Es ist eben für die Durchquerung von Wüstenstrecken prädestiniert. Wir finden es daher in der Sahara und den Wüsten des südwestlichen Asiens. Trotz seiner Ausdauer und Anpassungsfähigkeit wird sein Marsch schwierig, wenn das Futter für längere Strecken ganz fehlt. Daher muß der Weg so gewählt werden, daß er Oasen und Brunnen berührt. Für weitere Touren sind auf den belebtesten Straßen Unterkunftshäuser, Karavan- sereien eingerichtet. Das sind große Höfe von Hallen und Kammern umgeben. Nahrung für Mensch und Vieh, Decken für die Lager müssen mitgeführt werden. Die Poesie eines Aufenthaltes dort während der funkelnden, orientalischen Nacht entschädigt für die Fährnisse der Reise.

In den Bergen wird das kletternde Pferd und noch mehr das ausdauernde Maultier zum Transport auf den schwindelerregenden Saumpfaden herangezogen

Im Süden Asiens bietet sich der Elefant als Lasttier dar. Für die indische Wildnis mit ihrem Sumpfboden ist er vorzüglich geeignet; auf guten Straßen wird er dagegen von allen anderen Beförderungsmitteln übertroffen. Der Elefant ist lenksam, aber nicht schnell, er legt etwa 3 4 engl. Meilen in einer Stunde zurück. Bei kühler Witterung und gutem Futter trägt er 350 500 kg und wandert auch wohl einmal 60 70 km. in 10 12 Stunden hintereinander.

Bei Flußübergängen müssen Tiere von den Menschen sorgfältig geführt werden.

Seit in den letzten Jahrzehnten auch Asien von zahlreichen Eisenbahnlinien durch- zogen wurde, hat dort der Karavanenverkehr bedeutend abgenommen; benutzen doch selbst die Totenkaravanen der Schiiten die Eisenbahn. Auch die russisch-chinesische Post, welche sonst durch Kamele befördert wurde, ist zum größten Teil der Eisenbahn anheimgefallen. Der Transport chinesischen Thees, für den Rußland der Hauptabnehmer ist, geschieht haupt- sächlich durch Schiffe der russischen freiwilligen Flotte von Hankau nach Odessa; nur ein kleiner Teil geht durch Karavanen über Kiachta. Die gegenwärtigen chinesischen Unruhen haben ihn fast gänzlich lahmgelegt.

4. Wagen.

Diese auf der Wurzel vonbewegen wachsende Benennung erteilen wir Transport- mitteln mit Rädern; doch ist sicher das Gleiten, wie es die Schlitten zeigen, dem Rollen vorangegangen. Der gleitende und rollende Baumstamm oder Stein wird auch hier vorbild- lich gewirkt haben. Die Räder, ursprünglich Scheiben mit fester Achse, die sich also mit- drehen mußte, deuten entschieden auf die Walze.

Bzei den Wagen geht es wie bei den Schiffen, der Kriegsgebrauch verdeckt uns zuerst den Handelsgebrauch. Bei den homerischen Streitwagen zeigen die Räder fast durchweg acht Speichen: da die Breite des Wagens ungefähr 2,20 m, der Raddurchmesser nur 0,78 m betrug., so waren die Gefährte vorzüglich geeignet, auf unebenem Terrain sicher zu fahren. Im Übrigen kamen bei den Griechen nicht nur die Streitwagen bald ab, sondern auch für den Handelsverkehr und das Reisen bediente man sich wegen der Bodengestaltung des Landes lieber der Reit- und Lasttiere. Bei den Römern erlangte das Fuhrwesen und der Straßen- bau ausgedehntere Bedeutung. Zwar war durch die lex Julia municipalis vom Jahre 45 v. Chr. der Transport von Lasten und Lebensmitteln durch Wagen, mit Ausnahme der Bau- lastwagen, innerhalb der Stadt Rom während der zehn Tagesstunden verboten, auf den Zufuhrstraßen aber wimmelte es von Gefährten, und zahlreiche Bilder auf den Monumenten. zeigen uns ihre verschiedenen Formen. So sehen wir das Innere einer pompejanischen Wein- stube geschmückt durch die Abbildung eines vierrädrigen Bauernwagens, welcher einen riesigen Weinschlauch trägt. Ein in der Schweiz gefundenes Mosaik veranschaulicht einen mit einer Regendecke geschützten Frachtwagen. dem sogar der Hemmschuh nicht fehlt. Auf dem Bogen des Severus erblickt man auch einen Wagen mit massiven Holzscheibenrädern, welcher die Jagdbeute trägt, Das frühe Mittelalter stand besonders im Straßenbau hinter der Römerzeit zurück. Die Völkerwanderung vernichtete die alten Schöpfungen, und das Treiben großer und geringer Räuber hatte eher ein Interesse an dem jammervollen Zustande.