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und das Schlüsselloch erlaubt die Einführung von Sprengstoffen. Doch hat man auch federlose Schlösser mit Riegeln konstruiert. Dabei wird das Aufßere dieser gehaltreichen Schränke oft künstlerisch ausgeführt, geschmackvoll ziseliert, lackiert und bemalt, auch mit Bronze- beschlägen versehen. Auch mancherlei Möbelstücke werden mit sicheren Eisenschränken unauffällig versehen: Zierschränke, Waschtoiletten, Stehpulte, Schreibtische, sogar Opferstöcke. Auch Schränke für Postdampfer, Eisenbahnstationen und Eisenbahnwagen Stellt man her. Line Abart sind die Schränke mit Fächern(Safes), welche in Banken, Hotels, von Juwelieren und Uhrenhändlern begehrt sind.
Jede Bank muß einen Tresor, eine Stahlkammer oder ein Stahlgewölbe mit Um- mauerung haben. Welche Werte dort zu bergen sind, erhellt z. B. daraus, daß die Reichsbank in Berlin allein Depots im Betrage von 2861 419 000 Mark aufbewahrt. Mauern und Gewölbe aus Backsteinen, Hausteinen oder Klinkern bieten keinen hinreichenden Schutz, auch die Einlage ungehärteter Eisen- oder Stahlschienen nicht, sie sind wegen ihrer ungleichen Ausdehnung bei Feuer sogar schädlich. Die in starkes Mauerwerk eingeschlossenen Schienen müssen unanbohrbar gehärtet sein. Gewundene verbinden sich inniger mit dem Mauerwerk und fast noch besser mit Beton und Zement.
Treten wir an einen modernen Banktresor, so zeigt sich zunächst der durch eine Luftschicht vom Mauerwerk ganz getrennte Panzereinbau, ein Panzerkasten mit Boden, Decke und vier Wänden. Derselbe ist durch eine Panzerthür geschlossen und außerdem noch mit einer Tagesthür versehen. Meist ist der Innenraum durch Gitter in drei Abteilungen geschieden, sodaß er für die verschiedenen Zwecke der Bank ausgenutzt werden kann. Da ist der Bank- und Effektentresor mit verschließbaren Effektenschränken, der Kunden- oder Safestresor mit doppelt verschließbaren Fächern, welche an Kunden vermietet werden; endlich der Depositen- tresor mit offenen Regalen, in welchen Silberkisten, Wertpakete und sonstige geschlossen übergebene Depots untergebracht werden.
Erhellt wird der ganze Raum durch ein Fenster, welches von einem Panzergitter geschützt und einem Panzerladen verdeckt werden kann. Dieses Fenster muß unter Umständen auch als Notthür dienen. Die inneren Trennungswände sind natürlich Gitter, welche indes wohl Licht durchlassen, ein Durchdringen oder Durchstecken aber nie gestatten dürfen.
III. Transporträume.
Der Transport und mit ihm der Raum, welcher die Ware umschließt, bewegt sich auf bestimmten Bahnen; diese beginnen an einem Lagerplatze und endigen an einem anderen. Jene Bahnen sind, solange die Luftschiffahrt noch so unbeholfen bleibt, nur Wasser oder Land. Die bewegenden Kräfte wohnen in Bewegungskörpern, welche lebendig oder künstlich sein können. Die lebendigen, Menschen oder Tiere, sind allein imstande, von der Wasser- straße auf das Land oder umgekehrt gehen zu können, es sind Verkehrsamphibien; natürlich vorausgesetzt, daß das Wasser nicht— 2u tief ist. Die Bewegungsmaschinen sind bisher in dieser Hinsicht noch wenig leistungsfähig— eine Aufgabe der Zukunft. Allerdings haben wir in den Fähren Helfer für die Landtransportmittel, und an Versuchen, Schiffe strecken- weise auf Räder zu setzen, fehlt es nicht; doch sind in beiden Fällen die Strecken recht kurz. Auch Brücken, Tunnel und Kanäle sind solche Helfer, da sie die Bahm einheitlich machen, was bekanntlich auch der Frost durch seine Eisbildung zeit- und stellenweise Kkann. Trotzdem spielt die Grenze zwischen Wasser und Land, das Ufer, der Hafen eine große Rolle. Somit bleiben zu unterscheiden Wassertransportmittel und Landtransportmittel. Die letzteren können sein lebendige Träger, die wir gemeinhin als Karavanen bezeichnen, oder Wagen. Für einen Teil dieser Fahrzeuge hat die Neuzeit feste, eiserne Bahnen beschafft, wir nennen deshalb Bahn und Wagen Eisenbahn. Doch auch der UÜbergang der Ware vom Lager in einen der Transporträume vollzieht sich nicht von selbst, sondern bedarf verschiedener Lademittel. So haben wir zu betrachten:
1. Häfen. 4. Wagen. 2. Wassertransportmittel. 5. Eisenbahnen. 3. Karavanen. 6. Lademittel.


