Aufsatz 
Die räumlichen Künste in der Schule
Entstehung
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46 Sprachen, in einem Lande französischer Zunge oder in England zuzubringen. Diese Zeit wird auf das Probejahr angerechnet.

10) Das Kuratorium erinnert unter dem 4. November 1892 an seine Verfügung vom 21. Mai 1884 betr. probeweise rasche Entleerung der Schulgebäude als Ubung für den Fall eines Brandes etc., und weist darauf hin, daß diese Übungen selbstredend unver- mutet ohne vorherige Bekanntgabe stattfinden sollen.

11) Das Kuratorium veranlaßt unter dem 11. Januar 1893 die Anschaffung von»Es- march, die erste Hülfe bei plötzlichen Unglücksfällen.«

12) Das Kuratorium macht unter dem 11. Januar 1893 darauf aufmerksam, daßz die den pfarramtlichen Religionsunterricht besuchenden Kinder so zeitig zu entlassen sind, daß dieselben spätestens um 1116 Uhr in dem Lokale des pfarramtlichen Unterrichtes eintreffen können, und ersucht, die sog. Maifeste thunlichst nicht an den Tagen abzuhalten, an welchen ersterer stattfindet.

IIlI. Chronik der Schule.

Das laufende Schuljahr pegann am 25. April 1892 und schließt am 24. März 1893. Die Ferien dauerten zu Pfingsten vom 5. bis 8. Mai, im Sommer vom 3. Juli bis 1. August, im Herbst vom 25. September pis 9. Oktober, zu Weihnachten vom 23. Dezember 1892 mittags bis zum 6. Januar 1893. Der Unterricht fiel ferner aus am 17. Mai, an welchem Tage die einzelnen Klassen unter Führung ihrer Lehrer den üblichen Sommerausflug in die Umgebung machten; am 27., 30. und 31. Mai, 15., 16., 18. 19., 22 23., 25. und 30. August nachmittags sowie am 17. August von 11 Uhr, am 20. und 24. August von 10 Uhr ab wegen der großen Hitze.

An den Geburts- und Todestagen der beiden ersten deutschen Kaiser wurden in der Aula von den Herren Becker, Professor Dr. Oelsner, Oberlehrer Knieß und Oberlehrer Pauli kurze Ansprachen an die versammelte Schule gehalten. Die Sedanfeier fand am 2. September 1892 statt: Herr Oberlehrer Dr. Richters sprach über den Nord-Ostseekanal. Zugleich wurde das von Herrn Theodor Stern gestiftete und von dem Historienmaler Herrn Donner- von Richter für unsere Schule gemalte, wohlgetroffene Bildnis Sr. Majestät des Kaisers Wilhelm I enthüllt. Die Schule stattet den beiden verehrten Männern, von welchen der letztere unsere Feier mit seiner Gegenwart und einer von unserer Jugend mit herzlichstem Beifall aufgenommenen Ansprache erfreute, auch an dieser Stelle ihren Dank ab. Das vortrefflich ausgefallene Bild ist nicht nur ein herrlicher Schmuck unserer schönen Aula, sondern auch für unsere Schule eine lebhafte Erinnerung an den großen Kaiser und die Wiederaufrichtung des Deutschen Reiches. Das Geburtsfest Seiner Majestät unseres Kaisers und Königs begingen wir am 27. Januar 1893. Herr Operlehrer Dr. Schneider sprach über das Streben Deutschlands nach politischer Einigung, die Erfüllung dieser Wünsche durch Kaiser Wilhelm I und die Beschützung des Errungenen durch Kaiser Wilhelm II.

Am 13. März 1893 fand die mündliche Abiturien tenprüfung unter Vorsitz des Direktors statt; als Vertreter des Kuratoriums wohnte derselben Herr Konsistorialrat Pfarrer Dr. Ehlers bei.

Im Herbst 1892 trat zur Ableistung des Probejahres Herr Dr. Ernst Ritter bei der Wöhlerschule ein, nachdem er vorher das Seminarjahr in Kassel erledigt hatte. Die Herren