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Verſuche: Ein eiſerner Nagel überzieht ſich in einer Kupferſalzlöſung mit rotem Cu.— Ein Stück Kupfer fällt aus einer farbloſen Silberſalzlöſung pulveriges Silber, wobei die Löſung blau wird.— Ein Stück Zink erzeugt in einer Bleizuckerlöſung den ſogenannten Bleibaum.
Erklärung: Indem Kupfer aus einer Silberſalzlöſung Silber ausſcheidet, geht es ſelbſt in Löſung, was ſchon die blaue Farbe beweiſt.
Gulg+ Pe=(8pe+ Hg, (SO09)Cu+ Fe=(80,)Fe+ Cu, 2NOs)Ag+ Cu=(NO.)eCu † Ag.
Ergebnis: Die Salzbildner behalten immer ihren Zuſammen⸗ hang und verhalten ſich wie Elemente. Die Salze werden durch Metalle derart zerſetzt, daß immer jedes in unſerer Metallreihe nachfolgende Glied alle vor⸗ hergehenden aus ihren Salzlöſungen ausfällt und dabei ſelbſt in Löſung geht. Diechem. Anziehung eines Salzbildners zu den Metallen nimmt demnach von K zu Pt ab. Sehr ſchwach iſt auch die Anziehung der Salzbildner zu Waſſerſtoff, da dieſer in den Säuren leicht durch Metalle er⸗ ſetzbar iſt. Das chem. ſtärkere Metall verdrängt in Säuren und Salzen den Waſſerſtoff und die chem. ſchwächeren Metalle.
Hierher gehören auch die Reduktionen der Metalloxyde und ſulfide durch Metalle und Waſſerſtoff, S. 50.— Die Einwirkung der Metalle auf Baſen übergehen wir.
2. Reduſttion durch Salzbildner.
Da die zuſammengeſetzten Salzbildner im freien Zuſtand nicht darſtellbar ſind, ſo können wir nur die einfachen Salzbildner auf unſere Verbindungen einwirken laſſen. Dieſe Unterſuchungen ſind jedoch für uns nicht wichtig, weshalb wir nur auf die ſchon S. 54 beſprochenen Reduktionen der Bromide und Jodide durch Chlor und Brom verweiſen. Der chem. ſtärkere Salzbildner treibt den ſchwächeren aus ſeinen Verbindungen aus. Die Reihenfolge der Salzbildner nach ihrer Stärke können wir erſt ſpäter beſtimmen.
— Die Wechſelzerſetzungen und die chem. Vorgänge überhaupt.
Fe+. 2 CIH= FeCl,+ H,+f 100— 2* 39=+ 22 Cal. 2 Cl verbinden ſich mit Fe, weil ſie größere chem. Anz. zu Fe beſitzen als zu 2H. übergießt man Schwefeleiſen mit Salzſäure, ſo tritt folg. Vor⸗ gang ein: SFe+ 2CIH= FeCl.+ SH.+ 100+ 5— 24— 29 39=+ 3 Cal. Welche chem. Anz. kommen hier zur Wirkung? Auf der einen 5*


