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2. Durch Wärme.
Man glühe ein gewogenes Stück Kreide ſtark im Ofen oder Gebläſe. Es hat um 44% an Gewicht abgenommen, indem C0, entwichen und CaO gebrannter Kalk zurückgeblieben iſt. Dieſer Vorgang wird im Großen in den Kalkbrennereien vorgenommen,
COsCa= CaO+ C0..
Erhitzt man ſalpeterſ. Blei(NOs)e Pb, ſo entweicht braunes NO⁊ und Pb0 bleibt zurück.
Ausführlichere Verſuche liefern folgendes Ergebnis: Manche Salze zerſetzen ſich durch Wärme in Säureanhydrid und Metalloxyd, und zwar im allgemeinen um ſo leichter, je ſchwächer die Säure und je näher das Metall dem Platin ſteht. Leicht zerſetzbar ſind: alle Nitrate, ferner die Karbonate, die der Kaliumgruppe ausgenommen; ſchwer zerſetzbar: die Sulfate der ſchweren Metalle. In der Hitze beſtändig ſind alſo: die Sulfate der leichten Metalle, alle Chloride, die Karbonate der Kaliumgruppe und alle Silikate.
Nach unſerer Annahme von der Zuſammenſetzung der Salze können durch die Wärme nur die Salze der edlen Metalle un⸗ mittelbar in ihre Beſtandteile, die Salzbildner und Metalle, zer⸗ fallen,(NOs) Ag= Ag+ NO.+ 0. Iſt das entſtehende Metall jedoch ein unedles, ſo muß es ſich mit dem durch die Spaltung des Salzbildners frei werdenden Sauerſtoff ſofort zu Oxyd verbinden.
Die Säuren ſind in der Wärme meiſtens beſtändig, NOH ausgen. Auf die Zerſetzung der Baſen kommen wir ſpäter zuruck.
3. Durch Kicht. Näheres bei den Silberſalzen.
2. Reduktionen der Säuren, Baſen und Salze.
Wie werden wir die chem. Anziehung, die natürlich wie jede Kraft an Körper gebunden iſt, auf die Säuren, Baſen und Salze wirken laſſen? Halten wir an deren Zuſammenſetzung feſt und erinnern wir uns der Reduktionen, ſo iſt uns der Weg angedeutet. Wir laſſen alſo zuerſt auf unſere Verbindungen Elemente ein⸗ wirken und verſuchen dieſelben dadurch in jihre Beſtandteile zu ſpalten, daß das chem. ſtärkere Element das ſchwächere aus ſeiner Verbindung austreibt. Da unſere Verbindungen aus Salzbildnern und Metallen beſtehen, ſo bringen wir naturgemäß gerade dieſe mit unſeren Körpern zuſammen.
1. Reduktionen durch Metalle.
Das Verhalten der Säuren zu den Metallen haben wir ſchon S. 57 beſpro chen. Wir gehen alſo gleich zu den Salzen über.


