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werdende Wärmemenge heißt Bildungswärme der betreffenden Verbindung und wird in Kalorieen angegeben.(Eine Kalorie iſt diejenige Wärmemenge, die verbraucht wird, um 1 kg Waſſer um 1⁰ zu erwärmen.) Die Bildungswärme dient zur Erwärmung der entſtehenden Verbindung.
Natürlich kann ſich die Bildungswärme nur auf Gevichts⸗ mengen beziehen, in denen ſich die Elemente mit einander verbinden, alſo im allgemeinen auf ihre Atomgewichte, wobei als Gewichts⸗ einheit das Gramm angenommen iſt.
Fe+ 8= Fe S+ 24 Cal.
56 g Eiſen und 32 g Schwefel geben 88 g Schwefeleiſen und 24 Cal. Bildungswärme. Statt ſolcher weitläufigen Gleichung ſchreibt man die ſich vereinigenden Elemente in Klammern und trennt ſie durch ein Komma. Bildungswärmen einiger Sulfide: (K,S)= 102 Cal.(Ca,8)= 92.(Zn,8)= 43.(Fe,s8)= 24. (Hg,S)= 20.(Ag,,S8)= 3.
Regelk: Die Bildungswärmen der verſchiedenen Verbindungen ſind verſchieden groß. 1. Je lebhafter ſich zwei Elemente verbinden, um ſo größer iſt auch im allg. ihre Bildungswärme und umgekehrt. Beiſpiele! 2. Je größer die Bil⸗ dungswärme einer Verbindung, um ſo ſchwieriger iſt es, ſie wieder in ihre Elemente zu trennen, wie wir ſpäter ſehen werden. Es liegt deshalb die Annahme nahe, die Bildungswärmen als Maß für die chem. Anziehung der Elemente anzuſehen, die ſich auf andere Weiſe zahlengemäß nicht beſtimmen läßt.
Hierbei müſſen jedoch die Wärmeverhältniſſe bei der Aggregatzuſtands⸗ veräͤnderung der Körper berückſichtigt werden. Entſteht aus zwei feſten Elementen wieder eine feſte Verbindung, ſo iſt die Bildungswärme das unmittelbare Maß für die bei der Vereinigung frei werdende Wärme⸗ menge. Entſteht jedoch aus zwei feſten Elementen eine flüſſige Verbindun ſo müſſen wir bedenken, daß durch die Verflüſſigung Wärme d worden iſt, welche Wärmemenge von der Bildungswärme genommen wird. Zur experimentell gefundenen Bildungswärme muß alſo noch die Schmelzungs⸗ wärme der beiden feſten Elemente hinzugerechnet werden.— Umgekehrt, entſteht aus 2 flüſſigen Elementen eine feſte Verbindung, ſo enthält die gefundene Bildungswärme auch die Schmelzungswärme der 2 feſten Ele⸗ mente, die von der Bildungswärme abgezogen werden muß.
(Jedoch auch bei Berückſichtigung dieſer Verhältniſſe iſt der Zuſammenhang zwiſchen Bildungswärme und chem. Anziehung kein geſetzmäßiger aus folgendem Grunde. Da nach S. die meiſten Elemente nicht aus einzelnen Atomen, ſondern aus Atompaaren beſtehen, ſo muß unſere obige Gleichung lauten:
Fez+ 82= 2 Fes+ 2*₰ 24 Cal.
Wenn ſich alſo zwei Elemente vereinigen, ſo müſſen erſt vorher ihre Atompaare in die einzelnen Atome geſpalten werden. Dazu
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