Aufsatz 
Methodischer Leitfaden der unorganischen Chemie : Induktive Einführung in das Verständnis chemischer Vorgänge unter Berücksichtigung der Thermochemie : für höhere Lehranstalten / von L. Knöpfel
Entstehung
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anderen Elements bleibt bei der Vereinigung unverbraucht. Fernere Beiſpiele!

Zahlloſe, mit der größten Genauigkeit angeſtellte Verſuche haben den von Lavoiſier zuerſt ausgeſprochenen Grundſatz von der Er⸗ haltung des Stoffs beſtätigt, daß Stoff weder erzeugt noch vernichtet werden kann. Das Gewicht eines zuſammengeſetzten Körpers iſt gleich der Summe der Gewichte ſeiner Beſtandteile.

Nach unſerer obigen Annahme, daß ſich je ein Atom Eiſen mit einem Atom Schwefel verbindet, muß das Gewichtsverhältnis 56: 32 auch das Gewichtsverhältnis der Atome ſein.

Feo+ 8= Fe 8. 56 32 8s8.

1 Atom Fe= 56 und 1 Atom 8= 32 vereinigen ſich zu einem Molekül Fe S= 88.

Das Zeichen Fe bedeutet für uns nicht mehr Eiſen überhaupt, ſondern 1 Atom Eiſen= 56, 8 1 Atom Schwefel= 32. Fe 8 iſt ein Molekül Schwefeleiſen= 88. Eine chem. Formel, z. B. Fe S, iſt der kurze Ausdruck für die Zuſammenſetzung eines Moleküls eines zuſammengeſetzten Körpers.

Fernere Beiſpiele!

Obige Formelgleichung drückt die Entſtehung eines Mole⸗ küls Schwefeleiſen aus. Dieſe Gleichung gilt jedoch auch für die Darſtellung einer beliebigen Gewichtsmenge, wenn man jedes Glied der Gleichung mit x vervielfacht, weil ja eine beliebige Menge eines zuſammengeſetzten Körpers aus x Molekülen beſteht,

x Fe+ XS= x Fe S.

Die Verhältniszahlen, in denen 2 Elemente ſich vereinigen, ſind alſo bei einfachſter Annahme die Atomgewichte der Elemente.

Indeſſen werden wir ſpäter kennen lernen, daß nicht alle binären Körper ſo einfach wie das Schwefeleiſen zuſammengeſetzt ſind, ſo⸗ daß wir von Formeln, ſo bequem ſie ſonſt ſind, vor der Hand doch nur ſparſamen Gebrauch machen können.

6. Wärmeverhältniſſe bei der chem. Vereinigung der Elemente.

Eiſen und Schwefel vereinigen ſich unter Wärmeentwicklung, ebenſo die übrigen Metalle und Schwefel, wobei wir vorerſt davon abſehen wollen, daß die Vereinigung der Elemente in der Regel eines Anſtoßes durch Wärme bedarf. Allgemein: Die Elemente vereinigen ſich unter Wärmeentwicklung. Die dabei frei