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iſt jedoch Wärme notwendig. Unſere Gleichung ſagt deshalb nur aus, daß die Bildungswärme von 2 Fe S um 2*⁄☚ 24 Cal. größer iſt als die Zerſetzungswärmen von Fez und 8,9, welche Summe noch zur Bildungswärme addiert werden müßte. Da man jedoch dieſe Zerſetzungswärmen nicht beſtimmen kann, ſo müſſen wir ſagen:)
Fhermochem. Grundſatz: Die Bildungswärmen der Verbin⸗ dungen ſind ein Llerdiys noch nicht genau ermitteltes Maß für die chem. Anziehung der Elemente.
Die Metalle ſind auf S. 1 nach der Stärke ihrer chem. An⸗ ziehung zu den übrigen Elementen und damit zuſammenhängend nach den Bildungswärmen derart geordnet, daß die chem. Anzieh. im allg. vom Kalium zum Platin allmählich abnimmt. Man ver⸗ gleiche die Bildungswärmen der Sulfide S. 7 und der Oxyde S. Wegen ihrer großen Wichtigkeit iſt unſere Metall⸗ reihe dem Gedächtnis feſt einzuprägen.
Die MBildungswärme iſt mit der Berdampfungswärme des Waſſers d 5 zu vergleichen..
Wenn wir Zlei ſchmelzen wollen, ſo müſſen wir ihm Wärme, die ſoge⸗ nannte Schmelzungswärme, zuführen. Genau dieſelbe Wärmemenge gibt das geſchmolzene Blei beim Erſtarren wieder ab. berſchmolzenes un⸗ terſchwefligſaures Natrium gibt beim raſchen Erſtarren ſeine Schmel⸗ zungswärme auf einmal ab. 4
1 kg Waſſer von 100° verbraucht zur Dampfbildung 537 Cal. Ver⸗ dampfungswärme. Dieſelbe Wärmemenge wird aber beim Verdichten des Waſſerdampfs zu flüſſigem Waſſer wieder frei.
Schreiben wir nun die Gleichungen. Waſſerdampf= flüſſ. Waſſer+ Verdampfungswärme, ats Flüſſiges Blei= feſtes Blei+ Schmelzungswärme, Pe † s= Fe s+ Bildungswärme, 1 ſo ſehen wir ſofort, daß das Erſtarren eines flüſſigen Körpers und die
Verdichtung eines Dampfes von ähnlicher Wärmeentwicklung begleitet iſt wie
die Vereinigung zweier Elemente. Ahnlich wie die beim Verdampfen des Waſſers verbrauchte Verdampfungswärme beim Ver⸗ flüſſigen des Waſſerdampfs wieder erſcheint, ebenſo tritt bei der Bereintgung ſcejer Elemente Bildungswärme auf (und zwar genau ſoviel Wärme, als zur Trennung ihrer chem. Verbindung verbraucht wird).
Wie wollen wir uns die Entſtehung der Bildungswärme erſtlären?
Beim Reiben, Stoßen, Preſſen u. ſ. w. ſetzt ſich die ſichtbare Bewegung der Körper in Wärme um. Ein auf die Erde gefallener Stein, eine wider eine Wand geſchoſſene Kugel erwärmen ſich. Bewegung kann alſo in Wärme verwandelt werden. Umgekehrt wird bei der Dampfmaſchine Wärme in Bewegung umgeſetzt. Man erklärt am einfachſten dieſe Erſcheinungen durch die Annahme, daß die ſichtbare Bewegung eines Körpers in unſichtbare Bewegung ſeiner kleinſten Teilchen übergeht.(Beum Schall iſt dies am klarſten.) Nach der mechaniſchen Wärmetheorie ſind die Moleküle auch des feſteſten


