Aufsatz 
Über die Orestessage, mit specieller Berücksichtigung des Aeschylus, als Beitrag zur Religionsgeschichte des Altertums / Klingender
Entstehung
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Nach Wiedereröffnung der Schulen begann der Schulamtscandidat Ferdinand Seiffert, welcher durch Allerhöchste Entschliessung vom 7. Juni, laut Rescript Kur- fürtslichen Ministeriums d. J. vom 10. Juni(Nr. 6235 c M. Pr.) bei dem Gymnasium da- hier zugelassen war, seinen Vorbereitungsdienst. Geboren in Hanau am 9. November 1825, evangelischer Confession, besuchte er von Michaelis 1838 an das Gymnasium da- selbst bis Ostern 1845 und bezog, nach bestandener Maturitätsprüfung, die Landesuniver- sität Marburg, wo er sich dem Studium der Philologie widmete und sich am 24 März 1849 der vorschriftsmässigen Facultätsprüfung unterzog.

Am 20. August beging das Gymnasium in zahlreicher Versammlong die Geburts- tagsfeier Sr. Königlichen Hoheit, des Allerdurchlauchtigsten Kurfürsten. Die Festrede hielt Dr. Hartmann.

Durch hohen Ministerialbeschluss vom 12. August(Nr, 8377 M. Pr.) wurde der Praktikant Dr. Hugo Ferdinand Suchier vom Gymnasium in Marburg hierher ver- setzt, um einstweilen und bis auf Weiteres Aushülfe am Gymnasium zu leisten. Er über- nahm am 28. August den ihm übertragenen Unterricht.

Zur Maturitätsprüfung auf Michaelis hatte sich der Primaner Carl Maschmeier, welcher den zweijährigen Cursus in der Prima zu beenden im Begriffe war, rechtzeitig angemeldet. Die schriftliche Prüfung erfolgte am 19, 21, 22, 23 August, die mändliche dagegen am 30. August.

Am 23. und 24. September wurden in den einzelnen Klassen Prüfungen veranstaltet und am 25. September die Censuren bekannt gemacht.

Die Herbstferien dauerten bis zum 14. October, an welchem Tage, nach ausnahms- weiser Aufnahme einiger der Angemeldeten, das Wintersemester seinen Anfang nahm. Sogleich mit Beginn der Schulen übernahm der Praktikant GChristian Grein, welcher durch Ministerialrescript vom 12. August(Nr. 6943) vom Marburger an das hiesige Gym- nasium zur Fortsetzung seines Vorbereitungsdienstes und einstweiligen Aushülfe in den mathematischen und naturhistorischen Lehrfächern gewiesen war, den ihm übertragenen Unterricht. Für diese Aushülfe wurde ihm wie dem Dr. Suchier vom 1. December an in Folge eines Beschlusses Kurfürstlichen Ministeriums vom 3. December einstweilen und bis auf weitere Verfügung eine jährliche Vergütung von 200 Rthlr. verwilligt.

Am 3. November feierte das Gymnasium in Gemeinschaft das heilige Abendmahl.

Durch Allerhöchstes Rescript vom 16. November(Nr. 11064 M. Pr.) wurde der ordentliche Lehrer, Dr. Georg Blackert, zum Pfarrer in Altmorschen ernannt und verliess kurz vor Weihnachten die Unterrichtsanstalt, welcher er seit November 1845 seine anerkannte Lehrtüchtigkeit und umfangreichen Kenntnisse gewidmet hatte.

Gleichzeitig wurde der an der Realschule mit Progymnasium in Schmalkalden an-

gestellte Dr. Ludwig Christian Stacke durch Allerhöchstes Rescript vom 16. No- 6