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2) Zeichnen im Sommer und Winter in Tertia G. 1 St. w.; in Tertia R. 2 St. w.; in Quarta G. 2 St. w.; in Quarta R. 3 St. w.; in Quinta 2 St. w. ZL. Storck.
3) Gesang im Sommer und Winter 2 St. w. Elementargesang. 4 St. w. für die einzelnen 4l Stimmen. Musiklehrer Volckmar und Kapmeier.
4) Gymnastik im Sommer zweimal in der Woche von 6—8, hernach von 5— 7 Uhr Turnübungen, abwechselnd mit Exercierübungen; Schwimmübungen 4 mal in der Wo- che. ZL. Storck und Prakt. Schüler.
II.
Chronilce des Gymnasiums.
Das Schuljahr von Ostern 1850 bis Ostern 1851 führte am hiesigen Gymnasium ausser den gewöhnlichen Ereignissen und Festlichkeiten mehrfache Veränderungen im Kreise des Lehrercollegiums so wie in den Vorschriften herbei, welche die innere Ein- richtung der Lehranstalt betreffen. Der Sommercursus begann am 8. April und schloss am 25. September; der Wintercursus begann am 14 October und schloss am 9. April. Kurz vor dem Anfange des Sommerhalbjahres wurde durch hohes Ministerialrescript vom 19. März, Nr. 3164 M. Pr. der seit Ostern 1848 dem hiesigen Gymnasium zugewiesene Praktikant Reinhard von Dalwigk an das Gymnasium zu Cassel zur Fortsetzung seines Vorbereitungsdienstes versetzt, so wie der Praktikant Adolph Heermann, der in Folge Höchster Entschliessung vom 18. November 1847 der hiesigen Schule beigegeben war, durch Rescript vom 23. März 1850, Nr. 331 M. Pr., mit Versehung einer Lehrer- stelle am Gymnasium zu Cassel gegen eine jährliche Vergütung von 240 Rthlr. beauftragt. Der von dem Marburger Gymnasium an das hiesige versetzte ordentliche Lehrer der Mathema- tik und Physik, Dr. Julius Hartmann, trat in den ersten Tagen nach Eröffnung des Semesters sein Lehramt an. Sein Eintritt war um so erwünschter, da bald hernach drei der ältern Lehrer durch Unwohlsein in ihrer Wirksamkeit gestört, und zwei davon ge- nöthigt waren, bei der vorgesetzten Oberbehörde einen Urlaub zur Herstellung ihrer Ge- sundheit nachzusuchen; ausserdem aber der beauftragte Lehrer Dr. Bunte in die Stel- lung eines Praktikanten zurücktrat und dann nach Ablauf der Sommerſferien in Gemein- schaft mit dem Praktikanten Herwig aus dem Vorbereitungsdienste gänzlich ausschied. Die Pfingstferien dauerten vom 18.— 22. Mai, die Sommerferien vom 1.— 21. Juli.


