Aufsatz 
Über die Orestessage, mit specieller Berücksichtigung des Aeschylus, als Beitrag zur Religionsgeschichte des Altertums / Klingender
Entstehung
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αυνασααάανναέεμονι ναs/⁸ ναας παασρ ενενον ˙ αμιασαιος d9- 7 πεꝙρνιρμ επαινε υμεμνν /Sεεμμιςρε εε eln. Es ist ein wahrer Sturm der Affecte und der widerstreitendsten Gefühle, der in dem hef- tig erregten choriambischen Rhythmus sich ausdrücket. In diesem Sturm der Leidenschaft geschieht es, dass der unselige Verblendungswahn, der Quell des Unheils(rlνωαιάα αοα. Tdονπνς αμμυαά̈μανσοανι πηνοωνοωνπκσννιαανι) Macht über den König erlangt und ihm den Muth gibt, dass er es wagt, seines Kindes Opferer zu werden. Mit jenem eb 7αν ein ist das Opfer beschlossen. So tritt Agamemnon nun auch durch seine eigene That in den Kreis des alten, seinem Hause bestimmten Verderbens ein(Welker Tril. p. 446). Doch nicht also, als wenn seine Entscheidung in dem vorliegenden Falle eine freie gewesen wäre. Schö- mann in seiner Bearbeitung der Eumeniden pag. 3 meint zwar, er habe sich die unnatür- liche That ersparen können, wenn er nur der Rache und dem Ehrgeiz zu entsagen sich entschlossen hätte, Rachsucht und Ehrgeiz hätten über die Stimme der Natur und der Va- terliebe gesiegt u. s. w.; aber ob diese Auffassung wirklich in die Tiefe und den schwe- ren Ernst der Sage selbst sowohl, als das aeschyleischen Geistes eindringt? Es möchte uns schwerlich erlaubt sein, den gewaltigsten Seelenkampf des Sohnes des Atreus zu einem ziemlich gewöhnlichen Hergang zu machen, bei welchem am Ende nur ganz menschliche Motive mitgewirkt hätten. Nein, die Sache steht ganz anders. Agamemnon kämpft nicht mit seinen eigenen Gelüsten, sondern er kümpft mit dem nnheiligen, unüberwindlichen- mon seines Hauses, der erst die Seele und dann den Leib morden will. Von der Freiheit des Willens aber, wie sie Schömann voraussetzt, ist bei dem Dichter mit keiner Silbe die Rede, im Gegentheil, der Chor sagt und mit Recht, Agamemnon habe sich dem Joch der Nothwendigkeit gebeugt; denn es war allerdings eine harte Noth, sich entscheiden zu müssen zwischen zwei Ubeln, so dass der König, er mochte wählen, wie er wollte, einen schweren Frevel begieng, entweder an seinem eigenen Kinde oder an den Bundesgenossen, von denen er erwählt und die nach Troja zu führen er ja vom Zeus 5sνοςƷ selbst abge- schickt war(Agam. 60 fl), die er also nicht verlassen konnte, ohne die gegebene Treue zu brechen. Ein drittes gab es für ihn schlechterdings nicht. Das ist aber gerade der Fluch des Geschlechts der Atriden, dass sie in Lagen des Lebens geführt werden, in denen sie nothwendig handeln müssen, aus welchen sie aber selbst dann nicht schuldlos heraus- kommen, wenn sie einfach die Befehle der Götter ausführen. Wollten wir nun mit unse- rer modernen Reſflexion die Opferung der Jungfrau betrachten, so liessen sich gar leicht allerlei Entschuldigungen auffinden zu Agamemnons Gunsten, ja wir könnten mit demsel- ben Rechte, mit welchem Schömann von Ehrgeiz und Rachsucht spricht, den Helden be- wundern, der mit starkem Geiste selbst das Leben seines Kindes dahingegeben habe, um nur an seinen Kriegsgefährten nicht bundesbrüchig zu werden aber von dergleichen ist bei Aeschylus überall keine Rede. Dieser Dichter, wie überhaupt die Griechen, urtheilt