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Kurfürstlicher Regierung vom 17. August benachrichtigte Kurfürstliche Stadtschulcommission unter dem 22. August, dass einer Zulassung des Realschulamtscandidaten Carl Israel aus Fritzlar zum Practiciren bei der hiesigen Realschule nichts im Wege stehe. Der genannte Realschulamtscandidat, welcher früher bei Kurfürstlichem Ministerium des Innern um diese Zulassung gebeten hatte, zog es jedoch jetzt vor, von der Gewährung seines Gesuches keinen Gebrauch zu machen.
In Folge eines Beschlusses Kurfürstlichen Ministeriums des Innern vom 15. September über- sandte Kurfürstliche Regierung unter dem 21. September achtzehn Programme Königlich Preussischer Realschulen nebst der Abschrift einer Note des Königlich Preussischen Ministers der auswärtigen Angelegenheiten zu Berlin vom 5. September, inhaltlich welcher der Königlich Preussische Minister der geistlichen, Unterrichts- und Medicinal-Angelegenheiten erklärt habe, dass der Programmen- austausch, welchen Preussen mit anderen Staaten unterhalte, sich nur auf die Gymnasien und nicht auch auf die Realschulen erstrecke, und auch in dieser Beschränkung bereits einen solchen Umfang erlangt habe, dass eine weitere Ausdehnung nicht als möglich erscheine, und die Realschulen daher principiell davon ausgeschlossen bleiben müssen. Der genannte Herr Minister habe indessen für den Augenblick 18 disponibele Programme zur Verfügung gestellt und sich zugleich bereit erklärt auch künftig ähnliche ausserordeutliche Mittheilungen für die Realschule zu Cassel zu machen.
Von den zum Austausch der Programme verbundenen übrigen deutschen Staaten sind solche unter geneigtester Vermittlung Kurfürstlichen Ministeriums des Iunern regelmässig bei uns eingegangen.
Am 28. September starb einer der tüchtigsten Schüler der Klasse VII., Carl Schmincke.
Durch Beschlüsse Kurfürstlichen Ministeriums des Innern vom 4. October, Kurfürstlicher Regieruug vom 6. October und Kurfürstlicher Stadtschulcommission vom 10. October war für alle den genannten Behörden untergeordneten Schulen eine geeignete Feier des Gedächtnisses der Schlacht bei Leipzig für den 17. October angeordnet worden. In der Realschule wurde diese Feier durch einen öffentlichen Schulact in dem diesmal auch mit Flaggen geschmückten Prüfungs- saale des Schulgebäudes begangen, bei der Reallehrer Röse die Festrede hielt, welche die Ver- sammlung auf das Schlachtfeld bei Leipzig führte und die Frage beantwortete, was wir aus dem Siege der Väter zu lernen haben, und welche Pllichten uns derselbe auferlegt.
An dem grossartigen Festzuge des 18. October betheiligten sich die Lehrer der Realschule und die Schüler der Klassen I—IV.
Am 18. November starb ein braver Schüler der Klasse IV. b. Hermann Thiel, welchen am 21. November die Lehrer der Realschule und die Schüler der Klassen I— V zum Grabe geleiteten.
Ihm folgie bald ein von uns aufrichtig betrauerter Schüler der Klasse VII., Romanus Hlassel, welchen uns der Tod am 26. November entriss.
Ein Beschluss Kurfärstlicher Regierung vom 15. December verfügte, dass in sämmtlichen der Stadtschulcommission unterworfenen Schulen mit Ausnahme der Garnisons- und der Partimschule
eine Aussetaung des Unterrichts an den monatlichen Beittagen während des Sommersemesters niecht


